Ratzeburg.

Juden und Muslime spielen Botschaft des Friedens

Giora Feidmann mit „Klezmer for Peace“ im Ratzeburger Dom

Ratzeburg.  „Klezmer for Peace“ heißt das neueste Projekt des 83-jährigen Meister-Klarinettisten Giora Feidmann. Der 1936 in Buenos Aires geborene Musiker wurde durch seine Klarinettenklänge in der oscarprämierten Filmmusik zu „Schindlers Liste“ berühmt. Für sein neuestes Projekt bringt Feidmann, der sich Jahrzehnte um die jüdisch-deutsche Verständigung bemüht, Musiker verschiedener Nationalitäten und Religionen zusammen: Neben Feidmann gehören die Israelis Hila Ofek (Harfe) und Andre Tsirlin (Saxophon) sowie die Türken Murat Coskun (Rahmentrommel, Gesang), Muhittin Kemal Temel (Kanun) und Gürkan Balkan (Oud) zum Ensemble.

Auf der Suche nach Möglichkeiten, seine Musik in einem neuen, bislang so noch nicht gehörten Gewand zu präsentieren, stieß Feidmann auf seinen langjährigen musikalischen Weggefährten Murat Coskun. Der türkischstämmige Musiker und Musikethnologe gehört weltweit zu den renommiertesten Rahmentrommlern (Tamburin). Zur ersten Probe brachte Coskun gleich Temel, der ein Virtuose auf der türkischen Zither ist, sowie Balkan mit, der neben der Gitarre auch die arabische Form der Laute (Oud) spielt.

Dem orientalischen Akzent setzen Feidmann, Ofek und Tsirlin die Musik der Klezmorim entgegen, weltlicher jüdischer Volksmusikanten, und verschmelzen es zu einem harmonischen Ganzen. Hierfür werden Harfe und Saxophon nicht nur als Instrumente der klassischen Musik beziehungsweise des Jazz eingesetzt.

Vor vier Jahren spielte Feidmann schon einmal im Ratzeburger Dom, damals „verjazzten“ Klezmer. Mit ihrer Form von Weltmusik ist das jüdisch-türkische Sextett am Sonntag, 20. Januar, erneut am Domhof 35 zu Gast. Karten zum Preis von 41 Euro (Hauptschiff) und 37 Euro (Seitenschiff), ermäßigt 21 und 18 Euro, gibt es in der Ratzeburger Buchhandlung Weber, Herrenstraße 10, auf der Internetseite des Veranstalters (www.bubu-concerts.de) sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

( cus )