Umzug

Neues Leben im alten Schulpavillon

Schwarzenbek. Nun ist es amtlich: Der Kultur- und Sozialausschuss hat sich für den lange diskutierten Umzug der Volkshochschule ausgesprochen.

Bisher nutzt die VHS angemietete Räume im ersten Stock des Sparkassengebäudes an der Berliner Straße. Die Mietkosten in Höhe von 35 000 Euro sind nicht erst in Zeiten der Konsolidierung vielen Politikern ein Dorn im Auge. Nachdem der Versuch, die Bildungseinrichtung in das leer stehende Amtsrichterhaus einzuquartieren, gescheitert ist (wir berichteten), soll jetzt der Pavillon der ehemaligen Realschule das neue Domizil werden.

Bereits in der vergangenen Sitzung war diese Lösungsmöglichkeit besprochen worden. Jetzt wollte FWS-Fraktionschef Eberhard Schröder endlich einen Beschluss herbeiführen, wurde jedoch von Büroleiter Björn Warmer gebremst: Einen Tag vor der Sitzung habe die Verwaltung bei einem Termin mit Gemeinschaftsschul-Rektor Andreas Hartung aktuelle Einschätzungen der künftigen Schülerzahlen erhalten. Demnach erwartet die Grund- und Gemeinschaftsschule zahlreiche Anmeldungen bei Erst- und Fünftklässler und hat zusätzlichen Raumbedarf. Möglicherweise müsse die Stadt mehr ausgeben als sie durch das Entfallen der Miete für die VHS einspare, wenn sie die alte, seit mehreren Jahren leer stehende und schlecht gedämmte Realschule für den Unterrichtsbetrieb herrichten müsse.

Im Pavillon, der noch von einer Hortgruppe genutzt wird, sei dies kostengünstiger möglich, so Warmer. Ein Einwand, der Schröder auf die Palme brachte: "Unser Antrag wurde bereits in der letzten Sitzung diskutiert und 24 Stunden vor der nächsten Beratung kommt die Verwaltung mit so einem Vorbehalt. So geht man nicht miteinander um." Unterstützung erhielt er von Gerhard Moldenhauer (CDU): "Wir schieben diesen Beschluss ja nicht erst seit drei Wochen vor uns her."

Mit sieben Ja-Stimmen wurde am Ende der Umzug der VHS in den Realschulpavillon beschlossen - allerdings mit dem Vorbehalt, dass die Volkshochschule möglicherweise noch einmal umziehen muss. Peter Klemmer, Vorsitzender der VHS, wollte sich am Sitzungsende nicht zum Beschluss äußern.

Die VHS Schwarzenbek wurde vor 62 Jahren gegründet. Bürgermeister Hans Koch war der erste Vorsitzende. Ein Nebenzimmer des Stadtchefs diente als Büro.