Einhandsegler

Ein gelebter Traum auf See

Schwarzenbek (sh). "Ich habe als kleines Kind mal Fußball gespielt. Aber als ich segeln konnte, gab es nichts anderes mehr für mich als Boote.

Angefangen hat es mit einem Piraten - einer Jolle", erzählt Wolfgang Barkemeyer, während er in seinem gemütlich getäfelten Arbeitszimmer in Reinbek-Ohe Bilder und Seekarten sortiert. Seit seiner Jugend - aufgewachsen ist er direkt an der Weser im Bremer Ortsteil Vegesack - war es der große Traum, einmal um die Welt zu segeln. Nun hat sich der Ruheständler diesen Wunsch erfüllt und wird von der außergewöhnlichen Reise in Schröders Hotel in Schwarzenbek berichten.

Klar, dass Barkemeyer, sein Hobby auch zum Beruf gemacht hat. Als Schiffbau-Ingenieur entwickelte er Rudertechnik für große Frachter und Tanker und baute ein eigenes Unternehmen in Reinbek auf. 1998 verkaufte er die Firma, um sich ganz auf seinen Traum von der Weltumsegelung zu konzentrieren. Die "Baros" - ein knapp 14 Meter langes, hochseetaugliches Schiff mit 20 Meter hohem Mast - hat Barkemeyer im Jahr 2003 gekauft und dann für die große Tour mit Stromerzeugungsgenerator, Selbststeueranlage und Satellitentelefon ausgerüstet.

"Das Segeln ist damit völlig stressfrei, wenn man die Wetterberichte im Auge behält. Das Boot fährt praktisch von alleine, auch in der Nacht. Das Radargerät warnt mich mit einem lauten Ton, wenn ein Hindernis kommt. So kann ich an Bord auch beruhigt schlafen", erzählt der 62-Jährige. Drei Jahre war er auf See, lebte bei Familien in Tonga und auf den Lofoten. Und wo es besonders schön war, holte er seine Frau für ein paar Wochen mit dem Flugzeug nach.

Barkemeyer berichtet am Mittwoch, 17. Oktober, um 18.30 Uhr in Schröders Hotel von seiner Reise. Der Eintritt kostet 12 Euro, Karten gibt es bei Lange im Sky-Markt.