DRK in Moschee

Vor der Blutspende hieß es Schuhe ausziehen

Schwarzenbek (rz). "Bitte ziehen Sie die Schuhe aus!" Bei diesem Blutspendetermin war alles anders.

52 Blutspender kamen dieser Bitte nach. Denn diesmal luden das DRK Schwarzenbek, der Blutspendedienst Nord und der türkisch-islamische Kulturverein zum ersten Mal zum Termin in die Serrah Moschee an der Kollower Straße 8 ein. Der Zulauf überraschte die Organisatoren. Es kamen 27 neue Blutspender, die sich das erste Mal zu einem Termin trauten. Die meisten davon waren Türken.

Im Gebetsraum für die Frauen führte DRK-Mitarbeiterin Angelika Mathiszek bei jedem den Hämoglobintest durch und maß die Körpertemperatur. Im Büro der Moschee folgte dann die ärztliche Untersuchung und in der Cafeteria wurde Blut gespendet.

Dort kam am späten Nachmittag auch Sinan Polat, der stellvertretende Religionsattaché in Hamburg, zum Blutspenden. "Sonst spende ich immer in Hamburg. Dieses Mal möchte ich hier mit gutem Beispiel vorangehen", sagte er.

Im Innenhof mit den überdachten Terrassen konnten die Teilnehmer ihren Imbiss einnehmen, der immer nach der kraftzehrenden Aktion angeboten werden muss.

Doch auch hier war alles anders: Statt deutscher Hausmannskost oder belegter Brötchen gab es dieses Mal Börek, Lahmacun und Baklava sowie frischen Apfel- und Pflaumenkuchen. Die Köstlichkeiten hatten die Frauen des türkisch-islamischen Kulturvereins vorbereitet.

Anne-Gret Heyduck, Waltraud Fehrmann und viele andere DRK-Helferinnen servierten den Blutspendern die Leckereien. "So lernen wir auch einmal die türkische Küche kennen, und ich muss sagen, es ist alles sehr lecker", sagte Anne-Gret Heyduck.

Stefan Fehrmann, Geschäftsführer des DRK, hatte gleich am Beginn seine Spende abgegeben und war von dem Zulauf überrascht. "So eine hohe Anzahl von neuen Blutspendern haben wir sonst nicht", sagte er. Die Idee, in der Moschee einen Termin anzubieten, war beim gemeinsamen Fastenbrechen entstanden, das der türkisch-islamische Kulturverein und die evangelische Kirchengemeinde im August feierten.

"Dabei sind wir mit dem DRK ins Gespräch gekommen, ob wir nicht einmal etwas zusammen machen können", sagte Mustafa Karvasul, der zweite Vorsitzende der türkischen Gemeinde. Ein weiterer Blutspendetermin in der Moschee steht noch nicht fest, wird aber von den Organisatoren erwogen.