Seifenkisten

Im roten Blitz über die Rennstrecke

Gülzow (pas). Strömender Regen war den Gülzower Kindern egal.

Sie feierten gestern Vormittag trotzdem zusammen mit den Anwohnern des Rosenwegs ihr Seifenkistenrennen, zu dem die örtliche CDU eingeladen hatte. "Die Kisten haben wir zusammen mit den Kindern gebaut, teilweise haben wir sie auch gebraucht gekauft", sagte Mitveranstalter Maik Schmidt (44). Er war zufrieden, dass trotz bescheidenen Wetters gut 30 Kinder, Eltern und Anwohner zum ersten Seifenkistenrennen des Ortes gekommen waren, sich unter zwei Zeltdächern bei Kaffee, Limonade, Kuchen und Würstchen stärkten und, sobald der Regen schwächer wurde, zum Rennen und Anfeuern starteten.

In sechs verschieden gestalteten Gefährten starteten die 3- bis 11-Jährigen nacheinander von einer Rampe und rollten dann etwa 200 Meter über den Rosenweg bis über die Ziellinie, wo Maik Schmidt mit einer Konfettipistole wartete. Dabei ging es weniger um die Einzelzeiten der Kinder, die zwischen 24 und 25 Sekunden lagen, sondern ums Dabeisein und darum, sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen.

Phil Böldt testete den Wind in einer Seifenkiste, die der Vierjährige zusammen mit seinem Vater und Großvater gebaut hatte. "Wir haben immer am Wochenende daran gebastelt", sagte Vater Roman Böldt. Während der 29-Jährige sich vor allem darum kümmerte, das Material zuzusägen, war der Großvater für die Schweißarbeiten zuständig und dafür, dass die Bremsen einwandfrei funktionierten. Der vierjährige Phil half Vater und Großvater, indem er die Seifenkiste knallrot anstrich. "Außerdem ist er viel Probe gefahren", so Roman Böldt. Mit Erfolg. Am Renntag schoss die Kiste über die Strecke wie ein roter Blitz.