St.-Franziskus-Kirche

Spannende Einblicke in die Geschichten der Fenster

Schwarzenbek (sh). Sie ist eines der schönsten Gebäude in der Stadt, aber sie braucht eine Auffrischungskur:

Nachdem die Glocken und das Zifferblatt der Uhr der St.-Franziskus-Kirche im Herzen der Stadt bereits mit Hilfe von Spenden restauriert worden sind, ist jetzt die Bleiverglasung aus den 1950er-Jahren an der Reihe (wir berichteten). Bereits seit mehreren Jahren machen sich die Mitglieder des Kirchenvorstands über dieses Projekt Gedanken. Ursprünglich hatte Gemeindemitglied Gerhard Kolbe im Jahr 2009 eine Spende über 4000 Euro für diesen Zweck zugesagt, sich dann aber entschieden, mit dem Geld die Skulptur eines Kupferengels auf dem Friedhof zu retten.

Die Sanierung der Fenster kostet rund 120 000 Euro. Kirchenkreis und Kirchengemeinde steuern jeweils ein Drittel aus ihren Rücklagen bei. Offen sind noch 40 000 Euro, die über Spenden aufgebracht werden müssen.

Das Auftaktkonzert für die Spendenaktion mit allen Chören der evangelischen Kirchengemeinde Mitte Juni brachte schon einmal die ersten 1000 Euro.

Nun ist eine Reihe von ganz besonderen Gottesdiensten geplant, um weitere Spender zu finden. Die Predigten dienen dazu, einzelne Fenster und deren Inschriften vorzustellen. An drei aufeinander folgenden Sonntagen beginnen die Andachten jeweils um 9.30 Uhr in der St.-Franziskus-Kirche an der Compestraße.

Den Anfang macht am kommenden Sonntag, 8. Juli, Pastorin Angelika Gogolin mit einem Gottesdienst über das große, runde Abendmahlsfenster im Chorraum der Kirche, das der Künstler Siegfried Assmann als Ersatz für das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Rundfenster gestaltet hat. Passend zum Thema wird in diesem Gottesdienst auch Abendmahl gefeiert.

Am 15. Juli stellt Pastorin Christiane Klinge im Gottesdienst das Fenster mit der Lutherrose und den lutherischen Kernsätzen: "sola gratia" und "sola fide" (allein die Gnade, allein der Glaube) in den Vordergrund, das sich über dem Eingangsportal der Kirche befindet. Auch dieses wurde von Assmann gestaltet, der heute 87 Jahre alt ist und in Großhansdorf lebt.

Am 22. Juli werden die sechs kleinen Chorraum-Fenster mit den Symbolen aus dem Sonnengesang des Franz von Assisi zum Thema im Gottesdienst, den Pastor Andreas Schöer halten wird.