Politik

Auf Tour durchs "Lieblingsland"

Schwarzenbek/Basthorst. "Das ist ja zauberhaft hier", entfuhr es Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), als er auf Basthorst aus dem Reisebus stieg.

Den Termin hatte er von seinem CDU-Vorgänger Peter Harry Carstensen übernommen: Jedes Jahr lädt die Landesregierung zur Kieler Woche die Diplomaten aus Berlin ins nördlichste Bundesland ein. Auf dem Programm steht dann auch die "Fahrt ins Land". So führte Albig eine seiner ersten Dienstreisen ins Herzogtum.

Eskortiert von Motorradpolizisten und Personenschützern in schwarzen Limousinen war gestern die Grabauer Straße die erste Station für die Reisegruppe mit Botschaftern und Militärattachées aus 15 Nationen. Die Fette-Geschäftsleitung war extra für den hohen Besuch für einen Tag von der Frankfurter Fachmesse Achema zurück in den Norden gekommen.

"Das geht ja wie durch Butter", staunte Albig, als Ingenieur Clemens Mohr im Fette-Schulungszentrum an der Grabauer Straße die neu entwickelten Fräsköpfe durch massive Metallblöcke rotieren ließ. Doch auch die Diplomaten zeigten sich beeindruckt: Während Igor Slobodnik, slowakischer Botschafter in Berlin, sich vor allem für die Metallbearbeitung interessierte, lauschte der Kenianer Kennedy Nyauncho Osinde interessiert den Erläuterungen von Compacting-Chef Olaf J. Müller über die "Pharmerging Markets", die expandierenden Märkte für Pharmazieprodukte in den Schwellenländern Afrikas und Asiens.

Nach einem Betriebsrundgang stiegen die Diplomaten wieder in den Bus, um zum Mittagessen nach Basthorst zu fahren. Enno von Ruffin hatte für die Gäste, darunter auch die Landtagsabgeordneten Olaf Schulze (SPD) und Christopher Vogt (FDP), im Rosengarten eindecken lassen. Bei strahlendem Sommerwetter genossen die Gäste Produkte aus der Region. Dass der Süden im von "Nordlichtern" dominierten Kabinett - lediglich Sozialministerin Kristin Alheit war bisher Bürgermeisterin in Pinneberg - nicht in Vergessenheit gerät, dafür will Schulze sorgen: Der Geesthachter setzt als wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion große Hoffnungen in die Metropolregion.