Bildung

Dieser Club weckt Interesse am Buch

Foto: Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Fantasy, Pferderomane und spannende Detektivgeschichten: Die Büchereien in Schwarzenbek, Geesthacht, Wentorf, Ratzeburg und Lauenburg haben für die fünfte Auflage des Ferienleseclubs ein unterhaltsames Paket geschnürt.

Allein in Schwarzenbek stehen für die teilnehmenden Fünft- bis Siebtklässler knapp 500 Bücher bereit. Darunter auch brandaktuelle Neuerscheinungen wie die „Kane Chroniken – Die rote Pyramide“ von Rick Riordan. In dem Roman entführt der Autor die Leser in die Welt der ägyptischen Götter. „Die Kinder bekommen eine spannende Geschichte und lernen dabei noch etwas über Mythologie“, sagte Uta Silderhuis, Leiterin der Stadtbücherei Lauenburg, bei der Präsentation des Ferienleseclubs 2012 in Schwarzenbek.

Seit Beginn der Reihe im Jahr 2008 sind Schwarzenbek und Geesthacht dabei. Das Konzept hat sich bewährt. „Wir erreichen damit auch Kinder, die sonst nicht zum Buch greifen und die auch nach den Ferien wieder kommen. Allerdings sind die Schultage mittlerweile so lang, dass viele Kinder ohnehin nur in den Ferien Zeit zum Lesen haben“, sagt Stefanie Rathje von der Stadtbücherei Schwarzenbek. 145 Kinder haben im Vorjahr in Schwarzenbek an der Aktion teilgenommen. Ein Ergebnis, dass Rathje auch in diesem Sommer wieder erreichen möchte.

Wer mitmachen will, muss sich in den teilnehmenden Büchereien anmelden und ein „Leselogbuch“ haben. Das ist kostenlos. Wer zwei Bücher liest, bekommt am Ende der Ferien eine Urkunde in Bronze, für bis zu sechs Bücher gibt's Silber und ab sieben Büchern Gold. Die Urkunden werden auch in den Schulen anerkannt. Sie werden im Halbjahreszeugnis unter den Bemerkungen mit aufgenommen und können dazu beitragen, die Deutschnote zu verbessern. Anmeldungen für den Ferienleseclub sind in Schwarzenbek in der Stadtbücherei am Ritter-Wulf-Platz 1 ab dem 18. Juni möglich, die Bücher werden ab dem 22. Juni verliehen.

Traditionell sind 60 Prozent der Teilnehmer Mädchen. Sie interessieren sich nach wie vor stark für Pferderomane aber auch für Detektivgeschichten wie „Die drei !!!“. Jungen stehen mehr auf Fantasy-Romane und lustige Geschichten. Der Geheimtipp der Bibliothekarinnen für junge Lesemuffel sind „Gregs Tagebücher“ von denen gerade der sechste Band erschienen ist. „Es sind kurze Geschichten, die eher lustig geschrieben sind. Das kommt sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen an“, sagt Uta Silderhuis.