Bildung

Sozialarbeiter an jeder Schule

Schwarzenbek (rz). "Wir werden keine Schulstrukturdebatte führen. Das tut weder Schülern, Lehrern noch den Eltern gut. Bildung braucht Schulfrieden.

Wir bleiben beim zweigliedrigen Schulsystem mit Regional- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien", betonte der Landtagsabgeordnete Markus Matthießen (CDU), der im Wahlkreis Lauenburg-Süd kandidiert, bei einer Veranstaltung über Bildungspolitik am Sonnabend in "Schröders Hotel". Knapp ein Dutzend Schwarzenbeker nahmen daran teil.

Die Christdemokraten wollen - im Falle eines Walsieges - die Qualität des Unterrichts verbessern und Stundenausfälle senken. Sie plädieren nicht für die Bündelung der Bildungsangebote in großen Schulzentren, sondern für den Erhalt von Schulen in den Dörfern. Es soll gelten: "Kurze Beine - kurze Wege, forderte Matthießen (39).

Die Lehreausbildung müsse den Schulformen angepasst sein. Die Ausbildung von "Einheitslehrern" für alle Bildungsgänge lehnt die CDU ab. Außerdem will sie die Schulsozialarbeit stärken. "Denn Lehrer können nicht die Erziehungsprobleme allein auffangen. Deshalb hat die Landeregierung als erste in Deutschland die Schulsozialarbeit im Gesetz verankert", betonte der Lauenburger. Künftig soll es nach dem Willen der Christdemokraten Sozialarbeiter an allen Schulen geben.

Im zweiten Teil der Veranstaltung ging es um ein Detail, dass die Qualität des Unterrichts verbessern kann: Der Einsatz moderner Medien beim Lesen lernen. Irina Goudanakis vom Oetinger Verlag, der Kinderbücher produziert, stellte die Internetseite "onilo.de" vor. Mit ihr können Bücher auf elektronischen Tafeln oder per Beamer großformatig an der Wand dargestellt werden. So können die Schüler nicht nur gemeinsam lesen, sondern der Lehrer kann auch einzelne Textstellen und Illustrationen der so genannten "Boardstories" vergrößern, um das Lesen zu erleichtern.

"Alle Online-Bücher basieren auf der geduckten Ausgabe. Sie sollen die Printexemplare nicht verdrängen, sondern das Lesenlernen erleichtern und das selbstständige Lesen fördern", erläuterte Goudanakis.