Augustinum

Benefiz-Operetten-Abend für das Frauenhaus

Foto: Marcus Jürgensen / Jürgensen

Schwarzenbek. Seit vier Monaten gibt es das Schwarzenbeker Frauenhaus an seinem neuen Ort. Doch noch immer fehlen Teile der Einrichtung und Sicherheitsausstattung. Deswegen planen die Betreiberinnen jetzt eine Benefizveranstaltung mit Musicalstar Hardy Rudolz.

Zum Jahresbeginn hat das Schwarzenbeker Frauenhaus sein neues Domizil bezogen. Monatelang hatten die Mitarbeiterinnen der Einrichtung und der Frauenberatungsstelle zuvor um den Erhalt des Hauses gekämpft, dass aus Kostengründen mit dem Ahrensburger Haus zusammengelegt werden sollte (wir berichteten).

Am neuen Standort fehlt jedoch noch einiges: Neben Betten, Bettzeug, Möbel und Geschirr auch ein Sichtschutzzaun sowie eine Videoüberwachung des Eingangsbereichs. 6000 Euro hat die Stadt für die Umzäunung zur Verfügung gestellt, dessen Pfosten extra einbetoniert werden. „Er muss schließlich nicht nur einer Windböe standhalten, sondern womöglich massiver Gewalteinwirkung“, erläutert Petra Michalski, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwarzenbek. Weil im neuen Domizil der Eingangsbereich etwas verwinkelter ist, wird dort eine Videoüberwachung benötigt. Vielleicht, so Mitarbeiterin Mitra Christmann, reiche auch schon eine Türsprechanlage mit Bildschirm.

Irmtraud Edler hofft, zumindest die Türsprechanlage dank Spenden finanzieren zu können. Zum fünften Mal lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Hohe Elbgeest am Freitag, 27. April, im Theatersaal des Augustinums, Mühlenweg 1, in Aumühle zum Benefizkonzert ein. Mit dabei der aus Börnsen stammende Musicaldarsteller Hartwig „Hardy“ Rudolz. „Als ich anfragte, hat er sofort zugesagt und auch noch eine Kollegin begeistern können“, sagt Edler: Ab 19.30 Uhr singen Rudolz und Anja-Katharina Wigger, begleitet von Heiko Lippmann am Flügel, beliebte Operetten- und Musicalmelodien. Der Eintritt ist frei, die Besucher werden jedoch um eine Spende gebeten.

Dass die besonders hoch ausfällt, dafür wollen Christmann, Michalski und Clara Rufino von der Frauenberatungsstelle sorgen. Sie haben extra einen Film über ein Berliner Frauenhaus besorgt und für ihre Zwecke neu geschnitten. Gezeigt werden sowohl die familiären Umstände, die letztlich dazu führen, dass eine Frau Zuflucht im Frauenhaus sucht als auch der Alltag in der Einrichtung. „Wir bieten ihnen Schutz, Unterkunft, Beratung und Hilfe beim Neubeginn“, sagt Christmann. Die Frauen müssen jedoch für sich und ihre Kinder kochen und waschen sowie irgendwann auch wieder ihrer Arbeit nachgehen. Manche bleiben nur zwei Tage, andere bis zu zwei Monaten. Obwohl es eng ist, sei die Stimmung gut, so Christmann: „Die Frauen blühen regelrecht wieder auf.“

www.frauen-in-not-schwarzenbek.de

Der Sitz des Frauenhauses muss geheim bleiben, telefonisch ist es unter (04151) 75 78 erreichbar.