Rechtsradikale

Fremdenfeindlichkeit mit Kultur bekämpfen

Ratzeburg/Mölln (eb). Eine kulturelle Veranstaltung gegen rechtsextremistische Ausschreitungen plant die Stiftung Herzogtum Lauenburg als Antwort auf die aktuellen Ereignisse in Ratzeburg.

Wie berichtet, hatte es Morddrohungen auf Hauswänden in der vergangenen Woche und rechtsextremistische Ausrufe in der Silvesternacht gegeben.

Gemeinsam mit Kulturschaffenden aus der Region, mit dem Ratzeburger Bündnis und vielen anderen Gremien treffen sich Präsident Klaus Schlie und Vizepräsident Wolfgang Engelmann sowie weitere Vertreter der Stiftung morgen um 17 Uhr in Mölln im Festsaal des Medaillongebäudes der Kulturstiftung (Hauptstraße 150).

Stiftungspräsident und Innenminister Klaus Schlie: "Wir laden alle ein, sich an diesem ersten Arbeitsgespräch mit uns zu treffen. Wir planen solidarische Aktionen, in denen wir mit Musik, Literatur, Information und Gesprächen Zeichen gegen die rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Strömungen im Kreis Herzogtum Lauenburg setzen wollen."

Kreispräsident Meinhard Füllner hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Termin und Ort für das Kultur-Event gegen Rechts stehen noch nicht fest. "Die Stiftung Herzogtum Lauenburg will damit einen Beitrag im Rahmen der bundesweiten Solidarisierung aller friedlichen und demokratischen Kräfte gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt leisten", so Schlie, der auch die Bürger auffordert, couragiert gegen Rechts aufzutreten.