Strohballen

Meistens sind sie rund, selten eckig

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Schwarzenbek (cus). Sie liegen jetzt auf vielen Feldern: Strohballen, manchmal eckig aber meistens rund.

Welche Form sie haben, hängt von ihrer künftigen Verwendung und der zum Pressen verwendeten Maschine ab. Seit den 1960er- Jahren üblich sind sogenannte Hochdruckballen. Die kleinen, 50 mal 100 Zentimeter großen Pakete aus Stroh oder Heu, werden nach dem Schnitt in der Ballenpresse in Form gebracht und mit zwei oder vier Schnüren gebunden. "Der Vorteil ist, dass sie leicht von einer Person bewegt werden können", sagt Peter Koll, Geschäftsführer der Bauernverbandes Herzogtum Lauenburg.

Weil die handlichen Ballen bei Pferdesportlern beliebt sind, werden sie noch heute gepresst. Mittlerweile herrscht jedoch der Rundballen auf den Feldern rund um Schwarzenbek vor. Erste Pressen wurden Anfang der 1970er-Jahre entwickelt: Stroh oder Heu wird auf simple Weise aufgerollt und zu zylinderförmigen Ballen mit einem Durchmesser von 1,20 bis 1,80 Meter gepresst. Während ein kleiner quaderförmiger Ballen um die zehn Kilogramm wiegt, bringen es Rundballen auf bis zu 750 Kilogramm. "Das war der Einstieg in die Mechanisierung der Heu- und Strohernte. Diese Ballen müssen maschinell bewegt werden, auf dem Hof können sie jedoch auch gerollt werden", so Koll: "Es ist üblich, sie einfach im Futtergang abzurollen."

Häufig bleiben frisch gemähtes Heu und Gras aber auch einfach auf dem Feld: Dann werden sie zumeist zu Rundballen gepresst, anschließend mit einem Ballenwickelgerät mit Folie überzogen und luftdicht verschweißt. Koll: "Es ist das gleiche System wie bei den großen, häufig mit Autoreifen beschwerten schwarzen Folienabdeckungen, die oft auf Bauernhöfen zu sehen sind." Statt das Mähgut aufzuladen und zum Hof zu fahren, wird die Grassilage und Heulage gleich auf dem Feld gelagert und dient als hochwertiges Gärfutter für Rinder, aber auch Pferde.