Stadtplanung

Zweiter Stock für den Sky-Markt?

Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Die Europastadt braucht zusätzliche und größere Geschäfte, die zusätzliche Kunden anziehen und Kaufkraft in der Stadt halten. In diesem Punkt sind sich Politiker und Kaufleute einig. Welcher Weg dafür der richtige ist, bleibt aber strittig.

Nach den massiven Auseinandersetzungen in den vergangenen Wochen um Abriss oder Umbau von Jugendtreff und Kaiserhof zeichnet sich nun eine Mehrheit für die sogenannte Anhandgabe der Gebäude an Investor Frank Kiefaber ab.

Dieser will die Gebäude weitestgehend erhalten, sie mit einem Glastrakt verbinden und ein Geschäftshaus daraus machen. Heute Abend werden die Stadtvertreter wohl den Weg für dieses Projekt frei machen. Kiefaber hat dann bis zum Jahresende Zeit, sein Konzept weiter zu entwickeln und Mieter zu suchen. Gelingt ihm das nicht, bleiben die Gebäude in städtischem Besitz. Ein Umbau würde aber auch voraussetzen, dass ein neues Heim für Jugendtreff und den Verein Füreinander-Miteinander gefunden wird.

Eine zusätzliche Variante, wie in der Innenstadt weitere Verkaufsflächen entstehen könnten, bringt die Wählergemeinschaft FWS ins Spiel. "Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ein Investor den Sky-Markt um eine Etage aufstocken kann. Wenn dann noch der Ritter-Wulf-Platz Parkfläche wird, ist das doch ideal", sagt FWS-Fraktionschef Eberhard Schröder. Auch am Franziskus-Haus seien die Baugrenzen noch nicht ausgeschöpft. Eine Erweiterung bis an den Gehsteig der Lauenburger Straße würde ebenfalls Verkaufsraum schaffen, so Schröder weiter. Entsprechende Anträge hat die Fraktion bereits gestellt. Sie werden heute ebenfalls beraten.

Außerdem steht die Wahl eines neuen Bürgervorstehers an, da Jörn Kranacher das Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hat. Karsten Beckmann soll sein Nachfolger werden. Die Stadtvertreter tagen um 18.30 Uhr im Rathaus, Ritter-Wulf-Platz 1.