Handwerkerball

Musik und Magie trotz Finanzkrise

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Schwarzenbek. Abendkleider und feiner Zwirn statt Blaumann und Arbeitshandschuhen: Marion Fuchs, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, im langen bronzefarbenen Paillettenkleid und Kreishandwerksmeister Uwe Riewesell im dunklen Anzug begrüßten am Sonnabend mehr als 250 Gäste in Schröders Hotel.

Die Handwerker aus dem Herzogtum feierten bei ihrem Ball so entspannt und ausgelassen wie schon seit Jahren nicht mehr – und das trotz der dunklen Schatten der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Besucher genossen gut gelaunt im Großen Saal und in der Veranda das Essen, eine Zaubershow, Musik und Tanz.

Zahlreiche Ehrengäste kamen zu der Party. Darunter waren die Pröpstin des Kirchenkreises Herzogtum Lauenburg Frauke Eiben, Mette Blödorn von der Innungskrankenkasse, Manfred Siebert und Matthias Reinsch von der Signal Iduna, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Herzogtum Lauenburg Werner Hesse sowie die Ehren-Kreishandwerksmeister Bruno Scharnweber und Horst Gloyer.

„Wir waren zur Vorbereitung mit fünf Leuten hier zum Probeessen. Das war anstrengend“, scherzte Riewesell, als er den Ball eröffnete. Hotelier Hans Schröder und seine Mannschaft tischten Lauchcremesuppe, Rinderbraten, Schweinefilet, Putenbrust, frisches Gemüse und Pilzrahmsoße auf. Auch das reichhaltige Dessert ließen sich die Handwerker schmecken: Crepes mit Heidelbeerfüllung, Vanilleeis und Fruchtsoße. Nach Mitternacht stärkten sie sich mit herzhaften Knabbereien. Dafür bereiteten die Köche Käse-Igel vor und schoben 50 Bleche mit Laugengebäck in den Ofen.

Nicht nur in der Küche wurde gezaubert. Mit Kunststücken an den Tischen und einer Comedy-Show überraschte der Magier und Komödiant Rainer Zufall alias Rainer Matthiessen aus Mölln die Gäste, ehe die „Cheery Band“ aus Lübeck mit einem Wiener Walzer die erste Tanzrunde eröffnete. Berit Krikula, Yvonne Abel, Jürgen Koerner und „Itze“ spielten aber vor allem Schlager, Oldies sowie Pophits und ließen bei den Gästen Gedanken an das Tagesgeschäft vergessen.

„Das Handwerk ist so stabil wie im vergangenen Jahr. Wir hoffen, dass die Krise bei uns nicht so durchschlägt“, sagte Riewesell. Die Abwrackprämie habe dem Kraftfahrzeuggewerbe genützt. Wie sich die Verschrottung von Altwagen auf die Werkstätten auswirke, bleibe abzuwarten. Die Handwerker in den zwölf Innungen und 461 Betrieben des Kreises setzen vor allem auf Eigeninitiative. Bei ihrer großen Party tankten sie aber erst mal selbst Energie. Bis in die späte Nacht feierten die Handwerker in Schröders Hotel.

( rz )