Sicherheitskursus

TSV-Trainer machen sich fit für noch sichereres Turnen

Schwarzenbek (md). Sie wirbeln über die Matten, schwingen am Reck und balancieren über den Schwebebalken: Mit 1100 Aktiven sind die Turner die größte Sparte im TSV.

Klar, dass bei so vielen Sportlern und 29 Trainern leicht mal etwas passieren kann. "Wir haben unseren Mitgliedern gegenüber eine große Verantwortung, von daher ist es selbstredend, dass ein Sicherheitskursus mehr als wichtig ist", sagt Gottfried Hoffmann, Spartenleiter der TSV-Turner.

Einen Nachmittag lang informierten Hoffmann sowie die erfahrenen Übungsleiterinnen Edith Peters und Kathrin Mischke-Jahnz die Trainer über Haftungsfragen. Im Vordergrund stand aber der praktische Teil. "Wie verhalte ich mich, wenn es brennt? Im Ernstfall darf man da nicht lange überlegen", erläuterte Thorsten Bettin, der Zugführer bei der Schwarzenbeker Feuerwehr und Brandschutzerzieher ist. "Wichtig ist, dass Sie sich selbst nicht in Gefahr bringen und einen kühlen Kopf bewahren. Wenn Sie durchdrehen, hilft das niemandem", sagte er. Bettin zeigte, wie ein Feuerlöscher funktioniert und wann er eingesetzt werden darf und ließ dies jeden Teilnehmer einmal ausprobieren.

"Wichtig ist auch, dass wir den Turnanfängern eine gute Hilfestellung geben können, sie bei Übungen richtig stützen", erklärte Kathrin Mischke-Jahnz, selbst langjährige Turnerin. Spezielle Griffe sind beispielsweise gerade beim Handstand nötig, damit die jungen Turner nicht ins Hohlkreuz fallen und sich verletzen. "Wir führen gerade mit dem Kreissportverband Gespräche, ob ein freiwilliger Sicherheitslehrgang nicht verpflichtend sein sollte und auch als Lizenzverlängerung anerkannt werden könnte", sagt Hoffmann. Ungeachtet dessen werden die Turner bald wieder einen Kursus anbieten. Denn Routine ist der größte Feind der Sicherheit.