Spende

Nette Omas strickten lange für die Jugend

Schwarzenbek (sh). Sie nähen, sie stricken, sie häkeln und sie basteln mit Pappe und Papier: Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es die eifrige Bastelgruppe des Hausfrauenbunds, und ihr soziales Engagement für die Stadt ist beachtlich.

"Wir waren mal 30 Frauen, heute sind wir noch zwölf. Aber trotzdem bekommen wir immer noch genug zusammen, um Gutes in der Stadt zu tun", sagt Irene Schnoor.

Auch vor wenigen Wochen kam beim Weihnachtsbasar im St.-Franziskus-Haus der evangelischen Kirchengemeinde einiges zusammen. Wie viel der Verkauf von Schürzen, Weihnachtsschmuck, Kissen, Socken und anderen Artikeln gebracht hat, behalten die bescheidenen Damen für sich.

Aber es reichte, um das indische Patenkind der Gruppe zu unterstützen und dem DRK-Ortsverein für die Gastfreundschaft im Rettungszentrum eine Spende zukommen zu lassen. Denn dort arbeiten die Frauen jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr.

Und dann blieben immer noch 500 Euro über, die Irene Schnoor, Waltraud Wittkamp und Irma Diestel jetzt zu gleichen Teilen an Carmen Burmeister vom Jugendtreff und Janina Sierks vom TSV-Spielmannszug übergaben.

"Ich bin beim Landesmusikfest im vergangenen Sommer auf den Spielmannszug aufmerksam geworden. Die Arbeit ist toll, deshalb wollten wir helfen", sagt Irma Diestel. Offenbar ist sie nicht die einzige. Denn mittlerweile hat der 20-köpfige Musikzug sieben Anfänger dazugewinnen können.

Und die brauchen eine Trommel. "Für das Geld können wir so ein Instrument bekommen. Aus eigener Kraft schaffen wir das nicht", erzählt Janina Sierks.

Doch auch im Jugendtreff wird das Geld dringend benötigt. Für die Freizeitgestaltung haben die Basteldamen vor vielen Jahren einen Billardtisch gespendet. Der wird gut genutzt. Aber nun ist der blaue Stoffbezug der Platte verschlissen und die Queues (Stöcke) sind krumm. Der Ersatz kostet 250 Euro - Geld, das der Jugendtreff nicht hat.