Pendler

Mehr Züge - wenn die Kommunen zahlen

Foto: Wiebke Brütt

Schwarzenbek. Möglicherweise gibt es Hoffnung für die Pendler, die sich in den Hauptverkehrszeiten in den überfüllten Regional-Express-Zügen auf der Strecke Büchen-Schwarzenbek-Hamburg zusammendrängen müssen - sofern sie überhaupt Platz finden.

Verkehrsminister Dr. Werner Marnette hat der FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan geantwortet, die "die völlig unbefriedigende Verkehrssituation auf der Bahnstrecke" kritisiert hatte.

Zurzeit verhandelt das Land laut Marnette mit dem Kreis, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der DB Regio über die Entlastung der überfüllten Regionalexpress-Züge auf der stark frequentierten Bahnstrecke. " Ziel ist es, nach Ende der Baumaßnahmen auf der Strecke Hamburg-Berlin ab Sommer 2009 zusätzliche Züge einzurichten. Hamburg ist nach dem Territorialprinzip an den Kosten zu beteiligen", so Marnette. Die Kommunen im Kreis hätten eine Mitfinanzierung in Aussicht gestellt.

Happach-Kasan dazu: "Ich hoffe natürlich auf ein positives Resultat der Verhandlungen. Wir werden das sehr genau beobachten. Grundsätzlich halte ich es für mindestens bedenklich, wenn Gemeinden und Kreise zur Mitfinanzierung von Schienenverkehrsleistungen herangezogen werden sollen." Es handele sich nicht um Luxuswünsche, sondern um einen zentralen Teil der Infrastruktur, ohne den der ländliche Raum abgekoppelt werde.

"Zudem wird ein erheblicher Teil der Verkehrsströme durch das Land selbst erzeugt. Beispielsweise durch das neue Schulgesetz mit den zusätzlichen Nachmittagsangeboten. Die Not der Gemeinden, Menschen zur Arbeit oder zur Schule zu befördern, darf nicht missbraucht werden, um den Landeshaushalt zu entlasten", betont die Liberale.