interfraktionelle Sitzung

Kaiserhof: Es bleibt spannend

Foto: Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Am Tag nach der interfraktionellen Sitzung mit dem Hamburger Investor, der Kaiserhof und Jugendtreff zu einem Wohn- und Geschäftshaus umbauen will, ist die Zukunft des Gebäude-Ensembles weiter ungewiss.

Klare Worte finden nur SPD-Fraktionschef Egon Siepert und sein FWS-Kollege Eberhard Schröder. "Wir haben einstimmig grünes Licht für das Vorhaben des Investors gegeben. Wir wollen den Erhalt der schönen alten Gebäude und wir wollen Leben in die Innenstadt bringen", sagt Siepert. "Wir brauchen zusätzliche Geschäfte, damit die Kaufkraft in der Stadt bleibt. Dafür ist dieses Projekt genau richtig", fügt SPD-Ortsvorsitzende Josefin Francke hinzu. Das sieht Schröder genau anders. "Wir waren schon immer für den Abriss. Wir brauchen einen großen Platz, damit wir Märkte und Veranstaltungen ausrichten können, die Menschen in die Stadt ziehen. Außerdem kommt dann die Kirche besser zur Geltung", sagt er.

Die FDP tendiert zum Projekt des Investors. "Er macht einen guten Vorschlag für die Erhaltung und Fortentwicklung der Innenstadt. Er nimmt Geld in die Hand für die Weiterentwicklung der Wirtschaft und der Stadt. Das finden wir richtig. Natürlich muss im Vorwege eine Lösung für die betroffenen Menschen im Jugendtreff und im Verein Füreinander-Miteinander gefunden werden", sagt FDP-Fraktionschef Bernhard Hildebrandt.

Mathias Schirmacher, Fraktionschef von BfB/Grünen, findet das Projekt gut und ist auch gegen einen Abriss. Allerdings sieht er noch Verhandlungsbedarf hinsichtlich des Verkaufspreises. Nach Informationen unserer Zeitung hat das Areal nach einer Gutachterschätzung einen Wert von 1,4 Millionen Euro. Als Verkaufspreis sollen aber angesichtsdes hohen Investitionsbedarfs in die maroden Häuser nur maximal 250 000 Euro im Gespräch sein. " Das Konzept ist gut, aber wir werden dabei nicht gerade reich. Das bereitet uns Bauchschmerzen", sagt Schirmacher.

Bei der CDU stehen die Beratungen erst Mittwochabend an.