Wochenende

Schwarzenbeks Wehr im Dauerstress

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Timo Jann

Foto: Timo Jann

Schwarzenbek. Arbeitsreiches Wochenende für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbek: Drei Mal mussten die ehrenamtlichen Retter der Stadt am Sonnabend und Sonntag ausrücken. Auch Feuerwehrleute aus Büchen, Müssen, Grabau und Sahms waren teilweise mit im Einsatz.

Zunächst führte die Einsatzkräfte ein Umweltschutz-Einsatz nach Müssen. Offenbar zunächst unbemerkt war dort in einem Keller am Pommernweg Heizöl ausgelaufen. "Nachbarn aus der Straße bemerkten dann den strengen Geruch des Heizöls", sagte Müssens Wehrführer Michael Stache. Er suchte nach der Ursache und wurde auf einer Wiese am Pommernweg fündig. In einem Überlauf sammelte sich Wasser aus einem Drainagerohr. Das konnte zu dem betroffenen Keller zurückverfolgt werden, wo 500 Liter Heizöl ausgelaufen waren.

Weil das Sammelbecken über einen Vorfluter an die Mühlenbek gelangte - der Bach speist die Schwarze Bek bei Schwarzenbek und die Steinau bei Büchen - versuchten Feuerwehrmänner mit Ölsperren einen Umweltschaden zu verhindern. Doch die starke Strömung trieb einen Teil des Öls bis Büchen. Eine Fachfirma wurde von der Wasserbehörde des Kreises schließlich mit der Entsorgung und der Reinigung beauftragt. Der Einsatz der Feuerwehrleute dauerte rund vier Stunden. Wieviel Öl in den Bach gelangte, war zunächst nicht bekannt.

Am Sonntag um 9 Uhr führte der nächste Einsatz nach Grabau. Dort stand der Schornstein eines Einfamilienhauses in Flammen. Aufgrund der alten Bausubstanz drohte das Feuer anfangs auf den Dachstuhl überzugreifen. Während Feuerwehrleute aus Grabau den Dachstuhl im Inneren sicherten, sorgten Kameraden aus Sahms für die Löschwasserversorgung. Dazu mussten sie die Eisdecke des Löschteiches zunächst mit einer Axt aufhacken. Nach Absprache mit dem zuständigen Schornsteinfeger kehrten Schwarzenbeker Feuerwehrmänner schließlich von der Drehleiter aus den verrußten Rauchabzug des Hauses. Nach einer Stunde war die Brandgefahr für das Haus an der Dorfstraße gebannt. "Das hat gut geklappt", sagte Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel.

Am Sonnabend gegen 21.45 Uhr war die Wehr zudem zum Körnerplatz ausgerückt. Dort musste für den Rettungsdienst eine Tür geöffnet werden.