Ruhestand

Leiterin der Riesen-Kita sagt Tschüs

Stefan Huhndorf

Schwarzenbek. Als Ursula Wähling 1974 am Verbrüderungsring anfing, gingen gerade mal 75 Mädchen und Jungen in drei Gruppen in den Kindergarten St. Elisabeth. Vier Jahre später wurde die Leiterin der Einrichtung, die mit steigender Bevölkerungszahl im Nordosten der Stadt und am Mühlenkamp kontinuierlich wuchs.

Heute sind es 230 Kinder in zwölf Gruppen. Auch 76 Hortkinder werden betreut. Trotz der Erweiterung Anfang der 90er-Jahre platzt die Kita der evangelischen Kirche aus allen Nähten. Deshalb wurden schon Gruppen in die nahe gelegene Centa-Wulf-Schule am Hans-Koch-Ring ausgelagert.

Obwohl St. Elisabeth mittlerweile eine der größten Kindertagesstätten des Landes ist, bleibt die individuelle Betreuung längst nicht auf der Strecke. "Flexibilität ist für uns eine große Herausforderung. Mir ist wichtig, dass beide Elternteile arbeiten können, wenn sie das wollen. Dann sind alle zufrieden und das dient der Familie. Die Familie steht für mich stets im Mittelpunkt", sagt Ursula Wähling. Sie hat ein System eingeführt, bei dem tagesaktuell von 6 bis 18 Uhr zusätzliche Betreuungsstunden dazugekauft werden können. Außerdem führte sie eine Hausaufgabenbetreuung für Hortkinder ein. Wie viele tausend Kinder seit 1974 in St. Elisabeth betreut wurden, kann Ursula Wähling nicht einmal schätzen. Aber viele " Ehemalige" geben heute ihre eigenen Kinder in die Obhut der mittlerweile 30 Erzieherinnen. Einer, der sich noch gerne an seine Zeit bei Ursula Wähling erinnert, ist übrigens Bürgervorsteher Jörn Kranacher. Der Christdemokrat war als Kind in ihrer Gruppe.

Gestern wurde die 62-Jährige von den Pastoren Holger Bentele und Petra Habenicht in den Ruhestand verabschiedet.