Verkehrssicherheit

Polizei nimmt jetzt Raser ins Visier

Marcus Jürgensen

Foto: BGZ / Markus Jürgensen / Markus Jürgensen

Schwarzenbek. Raser haben jetzt keine Chance mehr! Innerhalb von gerade einmal einer halben Sekunde kann das neue Dioden-Lasermessgerät der Schwarzenbeker Polizeizentralstation die Geschwindigkeit eines nahenden Autos innerhalb eines Bereichs von 20 bis 500 Metern erfassen.

Finanziert wurde das 5500 Euro teure Gerät von der Stadt Schwarzenbek und dem Amt Schwarzenbek-Land. Nachdem die städtischen Gremien bereits vor vier Jahren ihre Bereitschaft bekundet hatten, stimmten im Oktober auch die Bürgermeister der Umlandgemeinden dem Kauf zu (wir berichteten) und stellten das Gerät jetzt den Beamten zur Verfügung. Elf Polizisten haben bereits eine dreistündige Schulung auf dem vom thüringischen Unternehmen Robot Visual Systems hergestellten "TraffiPatrol" erhalten, eine weitere Einweisung folgt im Mai.

Das Gerät soll vorwiegend vor Kitas, Schulen oder Altersheimen eingesetzt werden. Benötigt wird eine gerade Strecke, die zwischen 20 und 250 Meter lang ist und gute Sicht. Nach der Justierung wird das Nummernschild des Fahrzeugs anvisiert: Werden binnen einer halben Sekunde 50 ausgesendete Impulse reflektiert, gilt die Messung als korrekt. Weil keine Videofunktion eingebaut ist, werden die Autofahrer gleich danach angehalten und über ihr Fehlverhalten aufgeklärt.

"Diese direkte Ansprache nach der Messung sehen wir als so erzieherisch wertvoll an, dass wir uns gerne an der Finanzierung beteiligt haben", sagt Amtsvorsteher Klaus Hansen. Dass so eine Messung auch mal kuriose Blüten treiben kann, weiß Polizeioberkommissar Daniel Stephan von Messungen mit anderen Lasergeräten: "Eine Anwohnerin hat sich mal über Raser in einer Tempo-30-Zone beschwert - und genau diese Frau haben wir dann bei unserer Kontrolle als erste erwischt."