Konzert

Stimmgewaltige Kosaken

Schwarzenbek. "Wow", entfährt es einer Zuhörerin. Nur gewispert, ein flüsternder Ausdruck ihrer Begeisterung in die wunderschöne Stille hinein, die nach dem letzten Ton von Dimitri Bortnianskis Klassiker "Ich bete an die Macht der Liebe" in der St.-Franziskus-Kirche herrschte.

Fast 200 Zuhörer kamen am Sonnabend in das Gotteshaus, um sich von der Musik der Maxim Kowalew Don Kosaken den Atem rauben zu lassen.

Eine breite Bass-Basis, auf der Baritone und Tenöre musikalische Landschaften schönster Gestalt entstehen lassen: Kosakenmusik hat etwas Anrührendes. Das bewiesen auch die sieben Sänger. Mit ihren professionell geschulten Stimmen, exakt aufeinander abgestimmt, füllten die russischen Musiker die St.-Franziskus-Kirche inbrünstig mit ihren Melodien.

Es sind nicht nur die wahrlich schönen Stimmen, die den Menschen das Herz öffnen, wenn sie Kosakenchöre hören. Es ist die Melancholie, die in diesen Liedern und Stimmen mitklingt, die Intensität, die Leidenschaft und Lebensfreude, von der das Repertoire der Chöre erzählt. So waren dann auch Piotr Tschaikowskis "Vater Unser", Nikolai Bachmetjews "Unter Deinem Kreuz" oder die von einem unbekannten Komponisten stammende musikalische Fassung des 50. Psalms Bestandteile des Konzertes. Im zweiten Teil widmeten sich die sieben Vokalisten der weltlichen Seite der russischen Kosakengesänge.

Wirklich überraschen konnten die Maxim Kowalew Don Kosaken nicht, aber sie konnten durchaus die hohen Erwartungen an das Niveau ihrer Musik erfüllen, einer Musik, von der man sich berühren lassen kann. Das Publikum dankte mit Riesenapplaus.

( gux )