Akademie für Wissenschaft und Kultur

Ein Vortragsprogramm für alle Bürger im Kreisgebiet

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Schwarzenbek/Mölln (cus). Als die Stiftung mit ihrer Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur noch Hausherr im Schwarzenbeker Amtsrichterhaus war - seit dem 1. Januar wird die Kultureinrichtung wieder in städtischer Regie geführt (wir berichteten) - war das Programmheft 31 Seiten stark.

Das aktuelle Halbjahresprogramm der Stiftung hat vier Seiten weniger. Doch nicht nur im Umfang wurde gekürzt: Auch die Zahl der Veranstaltungen sank gegenüber dem zweiten Halbjahr 2008 von 31 auf 16.

"Letztes Jahr war das Programm praller, weil wir noch das Amtsrichterhaus hatten", gibt Akademieleiterin Karolina Lang zu. Doch auch Gülzow oder Kuddewörde, wo die Stiftung mit ihrer Reihe "Die Akademie geht aufs Land" noch im Vorjahr zu Gast war, fehlen diesmal. Stattdessen sind Vorträge in Koberg und Steinhorst geplant. "Unser hauseigenes Areal, der Stadthauptmannshof, liegt nun mal in Mölln", so Lang, die jedoch weitere Kooperationen mit Partnern im Südkreis begrüßt und auch das Amtsrichterhaus unter der neuen Leitung von Meike Wenck nicht davon ausschließt.

Im Südkreis ist die Stiftung nur einmal zu Gast: Am 27. März liest der Historiker und Publizist Thomas Flemming im Lauenburger Künstlerhaus, Elbstraße 54, aus seinem Buch "Die Berliner Mauer - Geschichte eines politischen Bauwerks". Spannung verspricht auch der Festvortrag, den Professor Dr. Utz Schliesky am Montag, 25. Mai, im Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, hält: Am 23. Mai wird das Grundgesetz 60 Jahre alt. Schlietzky ist Verwaltungsrechtler an der Kieler Uni und neuer Tutor der Abteilung "Recht, Wirtschaft und Europa" der Lauenburgischen Akademie.

Speziell an Jugendliche richtet sich eine Veranstaltung, die vom Rotaryclub Ratzeburg-Alte Salzstraße mit 1000 Euro gefördert wird: Am Donnerstag, 12. März, liest der Lübecker Autor Wim Westfield in der Ernst-Barlach-Realschule in Ratzeburg aus seinem Roman "Nur Engel fliegen höher" und diskutiert anschließend mit Schülern über eine darin beschriebene deutsch-deutsche Liebesgeschichte, die ein Jahr vor dem Mauerfall im Winter 1988 beginnt. Im Oktober des Vorjahres hatte Westfield bereits vor Lauenburger Schülern gelesen, weitere Schulen können sich bei der Stiftung unter (0 45 42) 8 70 00 melden. Das Halbjahresprogramm mit allen Veranstaltungen liegt jetzt in Museen, Büchereien und öffentlichen Einrichtungen aus.