Bürgerbeaufragte

Tipps und Auswege aus dem Behördendschungel

Bei Schwierigkeiten zwischen Bürgern und Behörden vermitteln in den skandinavischen Länder sogenannte Ombudsleute.

Diese Einrichtung war 1988 Vorbild für die Landtagsabgeordneten, als sie die Stelle des Bürgerbeauftragten einrichteten. Seit 2001 vermittelt Birgit Wille-Handels erfolgreich, wenn Behörden berechtigte Anliegen von Bürgern missachten.

Die Diplom-Betriebswirtin und Sozialexpertin, die früher als SPD-Abgeordnete im Lauenburgischen Kreistag saß, ist seit 2001 die Bürgerbeauftragte des Landes für soziale Angelegenheiten. Im April 2008 wurde die 48-Jährige für weitere sechs Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Am Donnerstag, 8. Januar, kommt Wille-Handels nach Schwarzenbek, bietet von 13 bis 17 Uhr eine Bürgersprechstunde an. Die Sprechstunde wird diesmal nicht wie in den Vorjahren im Büro der AOK angeboten, sondern direkt im Rathaus am Ritter-Wulf-Platz. Um Wartezeiten zu vermeiden, bittet die Bürgerbeauftragte um eine vorherige Anmeldung in ihrem Kieler Büro unter (04 31) 9 88 12 40.

Die Bilanz von Wille-Handels, die mit ihren Mitarbeitern zumeist bei Sozialrechtsproblemen wie ausbleibendes Wohn- oder Kindergeld, Kürzungen bei Hartz IV oder nicht angerechnete Rentenversicherungszeiten hilft, ist gut: 2007 hat das Büro 3527 Fälle behandelt, konnte in 84 Prozent eine Lösung im Sinn der Bürger finden.

Wer am Donnerstag keine Zeit zum direkten Gespräch hat: Das Büro der Bürgerbeauftragten am Karolinenweg 1 in Kiel ist täglich von 9 bis 15 Uhr, mittwochs bis 18.30 Uhr geöffnet. Wille-Handels ist auch per Email unter buergerbeauftragte@landtag.ltsh.de erreichbar.

( (cus). )