Jahresrückblick

Streit um das Schild "op Platt"

Schwarzenbek (cus). Die Europastadt ist die erste Kommune im Kreis mit zweisprachigen Ortsschildern - auf Hoch- und Plattdeutsch.

Doch bis im Herbst die Schilder aufgestellt werden konnten, war es ein weiter Weg mit einem großen Problem: Schreibt sich Schwarzenbek "op Platt" mit oder ohne "r"?

Im Februar hatten die Mitglieder des Kulturausschusses auf Antrag der Plattdeutschbeauftragten Irene Schnoor über die Ortsschilder beraten und sich in Anlehnung an Ahnherr Ritter Wulf to Swarte Beeke für die Schreibweise "Swartenbeek" entschieden.

"Beide Schreibweisen sind im Plattdeutschen richtig und gebräuchlich", hatte Schnoor den Politikern erklärt. Was folgte, war ein Aufstand alteingesessener Schwarzenbeker, so dass die Ausschussmitglieder sich genötigt sahen, ihre Entscheidung zu korrigieren: Jetzt heißt Schwarzenbek auf Plattdeutsch "Swattenbeek".