Landsmannschaft

Mit Glockenklang und Gänsebraten

Schwarzenbek (rz). Vom Tonband klang das Glockengeläut des Stettiner Doms durch den Saal in Schröders Hotel. Wie der Glockenklang gehören auch der Gesang des Pommernliedes und das Anzünden von vier Kerzen zum Gedenken an die Heimat und als Respekt für die Verstorbenen zum Ritual der Pommerschen Landsmannschaft im Advent.

Mehr als 120 Gäste waren zu der Feier gekommen. "So viele waren es noch nie", freute sich der Vorsitzende Ernst Magritz. Bei Kaffee und Kuchen hörten die Mitglieder Gedichte und Geschichten, sangen Adventslieder und erinnerten sich an die Weihnachtszeit in Pommern. "Wir hatten meist eine bittere Kälte. Die Winter kamen früher und dauerten länger. Aber vielleicht kam mir das als Kind auch nur so vor", erinnert sich Magritz, der seine Heimat Wollin mit acht Jahren verlassen musste und mit dem Güterwagen in den Westen verfrachtet wurde. Auch die Festessen sind nicht vergessen und werden in vielen Haushalten noch heute so zubereitet: knusprige Gans mit Boskop-Äpfeln und Backpflaumen gefüllt, Spickgans, Hefekuchen und selbst gemachte Pfefferkuchen.

Wie jedes Jahr wurde die Feier auch dieses Mal von der Schwarzenbeker Akkordeongruppe "Froh und heiter" begleitet. Die Gruppe mit Heinz Meier, Jochen Senkel, Ursula Scheumann, Günther Bargholz und Uwe Wendt gibt es seit zehn Jahren. Sie benannten sich nach ihrem Lieblingsmarsch "Froh und heiter", den sie immer zum Anfang ihrer Auftritte spielen. "Meine Mutter hat mir das Akkordeon geschenkt, als ich acht Jahre alt war. Sie selbst spielte ausgezeichnet Klavier. Von ihr habe ich wohl die Musikalität geerbt", schmunzelt Ursula Scheumann.