Lokalpolitik

Grüne wollen mehr Einfluss

Ob es um den fehlenden Atomschutzbunker unter dem Neubau des Gymnasiums, die umweltfreundliche Sanierung des alten Schulzentrums an der Berliner Straße oder die Schaffung eines Energiebeauftragten für die Stadt gehen soll: Die Schwarzenbeker Grünen wollen sich künftig noch stärker positionieren.

Das hat Dieter Nehlsen, Sprecher des Ortsverbandes, angekündigt.

"Es gibt keinerlei Konkurrenz mit der Wählergemeinschaft BfB, mit der wir gemeinsam zur Kommunalwahl im Mai angetreten sind. Die Zusammenarbeit funktioniert gut", sagt Nehlsen. Trotzdem haben die derzeit neun Mitglieder des Ortsverbands beschlossen, sich stärker zu positionieren, da sich die Grünen kreisweit im Aufwind befänden. "Es gibt viele grüne Themen wie das Kernkraftwerk Krümmel oder andere überregionale Entscheidungen, bei denen wir uns einbringen wollen", kündigte Dieter Nehlsen an.

Da weder die Grünen noch die BfB allein die zwölf Wahlkreise in der Stadt besetzen konnten und da sie ihre Kräfte bündeln wollten, hatten sie sich zur Kommunalwahl zusammengeschlossen. In dieser Kombination errangen sie zwei der 23 Mandate in der Stadtvertretung. Nehls will allerdings nicht ausschließen, dass die Grünen irgendwann auch diese "Ehe auf Zeit" wieder beenden könnten. "Derzeit gibt es dafür keinerlei Veranlassung, aber in fünf Jahren muss man sich natürlich wieder anschauen, wie groß die Schnittmengen dann sind", sagte er.

Wer Interesse an der Arbeit des Ortsverbandes der Grünen hat, kann zu den Mitgliedertreffen kommen, die ab sofort alle 14 Tage dienstags in der Gaststätte "Too'n Schüttenkroog", Schützenallee 14, stattfinden. Das nächste Treffen beginnt am Dienstag, 18. November, um 19 Uhr.

( (sh). )