Wenig Hoffnung auf Besserung

Marcus Jürgensen

"Wir werden noch ein paar Gespräche führen", sagt der Geesthachter Landtagsabgeordnete Olaf Schulze. In der kommenden Woche will der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion die Bürgermeister aus Schwarzenbek und Büchen, Frank Ruppert und Uwe Möller, zu einem Gespräch mit der Verkehrsservicegesellschaft (LVS) nach Kiel einladen.

Der finanzielle Spielraum für Lösungen auf der Bahnstrecke Büchen-Aumühle ist eng.

Große Hoffnungen, dass die zum Fahrplanwechsel im Dezember angekündigte Streichung der Regionalzüge revidiert wird, hat Schulze nicht: "Wir müssen schauen, ob es noch Haushaltsmittel gibt", hofft er auf zwei bis drei zusätzliche Zugpaare. Viel zu wenig für Möller: "Die Frage ist nicht, ob man einen Sitzplatz bekommt, sondern ob man reinkommt oder nicht", berichtet Möller von den Erfahrungen seiner Kinder mit dem überfüllten Regionalexpress, auf den künftig Schüler und Pendler ausweichen sollen. "Wir warten bis Mitte November auf Antwort aus Kiel, werden uns ansonsten etwas Neues überlegen", kündigt Möller nach der Podiumsdiskussion mit 450 Besuchern (wir berichteten) weitere Protestformen an. Schließlich sei seit der Einführung des HVV-Tarifs im Jahr 2002 die Zahl der täglichen Bahn-Pendler auf bis zu 4500 gestiegen.

Auch in Schwarzenbek ist man besorgt: Die Zahl der Schüler, die auf die Bahnen angewiesen sind, werde mit Beginn des nächsten Schuljahres im Sommer 2009 noch zunehmen. "Wir hoffen jetzt auf eine Umschichtung der Mittel für den Regionalverkehr", sagt Ordnungsamtsleiter Hans-Jürgen Stribrny. Doch auch Pendler sind betroffen, machen in Briefen an das Rathaus ihrem Ärger Luft. Darin beklagen sich die Bürger nicht nur über den Zustand des Bahnhofs, sondern auch, dass massive Verspätungen von bis zu 30 Minuten inzwischen die Regel seien. Und es kommt noch schlimmer: Im Sommer 2009 wird der Regionalverkehr weiter eingeschränkt, weil die maroden Schwellen der ICE-Strecke ausgetauscht werden müssen.