Tempo-Sünder werden ins Visier genommen

Vor Schulen und Kindertagesstätten, in Tempo-30-Zonen und an Spielplätzen müssen Autofahrer künftig aufpassen: Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreitet, läuft Gefahr, erwischt zu werden.

Nachdem das Amt Schwarzenbek-Land bereits die Anschaffung eines mobilen Lasermessgeräts beschlossen hat (wir berichteten), entscheidet heute der städtische Finanzausschuss.

Bereits vor drei Jahren, am 10. November 2005, hatten sich die Finanzpolitiker schon einmal für die Anschaffung des rund 5000 Euro teuren "TraffiPatrol"-Geräts der Monheimer Firma Robot Visual Systems entschieden. Damals jedoch unter der Vorgabe, Partner zu finden: Nachdem Mölln, die Gemeinde Büchen und das Amt Schwarzenbek-Land ablehnten, verschwand der Beschluss in der Versenkung.

Nach ausführlichen Erläuterungen durch Axel Funck, Leiter der Schwarzenbeker Polizeizentralstation, hatten die Bürgermeister der 19 Umlandgemeinden der Anschaffung dann doch zugestimmt. Amt und Stadt werden sich die Kosten für Kauf und Unterhaltung in Höhe von 400 Euro pro Jahr teilen - das steht zumindest im Vertragsentwurf, den die Politiker heute um 19.30 Uhr im Zimmer 415 des Rathauses verabschieden sollen.

Amt und Stadt wollen das Gerät anschließend der Polizeizentralstation zur Verfügung stellen. Es wird ausschließlich von Polizisten und nicht von kommunalen Bediensteten eingesetzt. Geplant sind nur kurzfristige und zeitlich begrenzte Kontrollen, bei denen die ertappten Tempo-Sünder sofort angehalten, ermahnt und später zur Kasse gebeten werden. Das Verwarngeld dient jedoch nicht der Refinanzierung des Tempomessgeräts, sondern landet in den Kassen von Kreis und Land. "Für uns überwiegt der präventive Charakter", so Funck.

( (cus). )