Polizeistation Lauenburg

Daniel Stephan ist neuer Chef der Polizeiwache

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Elke Richel
Daniel Stephan (l.) ist der neue Polizeichef von Lauenburg. Er hatte sich gegen mehrere Bewerber um den Posten durchgesetzt. Revierleiter Jens Stamer aus Schwarzenbek freut sich, dass die Wahl auf seinen langjährigen Kollegen fiel.

Daniel Stephan (l.) ist der neue Polizeichef von Lauenburg. Er hatte sich gegen mehrere Bewerber um den Posten durchgesetzt. Revierleiter Jens Stamer aus Schwarzenbek freut sich, dass die Wahl auf seinen langjährigen Kollegen fiel.

Foto: Elke Richel

In Lauenburg begann vor 25 Jahren die berufliche Laufbahn des 46-Jährigen. Er löst Ulf Clasen ab, der nun im Ruhestand ist.

Lauenburg.  An den 1. Februar 1996 kann sich Daniel Stephan noch ganz genau erinnern. „An diesem Tag war ich in Lauenburg zum ersten Mal auf Fußstreife unterwegs“, erzählt der Polizeihauptkommissar. Dass er gut 25 Jahr später die Polizeiwache in Lauenburg einmal leiten wird, hatte sich der junge Polizeianwärter damals bestimmt noch nicht vorstellen können. Doch der Kreis schließt sich: Der heute 46-Jährige hat die Nachfolge von Ulf Clasen angetreten, der sich im vergangenen Monat in den Ruhestand verabschiedet hat.

Mit der Region ist der gebürtige Mecklenburger inzwischen fest verwachsen, seine gesamte berufliche Karriere spielte sich bisher hier ab. Elf Jahre war Daniel Stephan für die Dörfer im Schwarzenbeker Umland verantwortlich. Die Polizeiposten in Gülzow, Kuddewörde und Groß Schretstaken wurden 2005 zu einer Station zusammengelegt, die ihren Sitz im Polizeirevier in Schwarzenbek hatte.

Polizeistation Lauenburg wird im Revier Schwarzenbek koordiniert

„Ich hatte nicht nur die Aufgabe, die Station zu eröffnen, sondern auch, sie wieder zu schließen“, sagt Stephan. 2016 wurden nämlich viele kleine Dienstellen im Zuge der Polizeireform geschlossen. Stephan wurde anschließend Chef des Ermittlungsdienstes in Schwarzenbek und im vergangenen Jahr Leiter der Autobahnpolizei in Talkau.

Als bekannt wurde, dass der Lauenburger Polizeichef gehen würde, zögerte er nicht lange und bewarb sich auf den Posten. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum einen wohnt er mit seiner Familie viel näher an Lauenburg als an Talkau. Zum anderen kommt dem erfahrenen Beamten seine langjährige Tätigkeit in Schwarzenbek zugute. Mit Jens Stamer an der Spitze koordiniert das Polizeirevier Schwarzenbek die Arbeit mit den Polizeistationen in Büchen und Lauenburg. „Daher kenne ich die Lauenburger Kollegen bereits aus der gemeinsamen Zusammenarbeit und weiß, dass hier ein gutes kollegiales Klima herrscht“, freut sich der neue Chef.

In Lauenburg wurden vergangenes Jahr 910 Straftaten verübt

Derzeit sind 23 Kollegen in der Lauenburger Polizeistation tätig, ab 1. Oktober kommt noch eine Diensthundeführerin dazu.

Straftäter haben in Lauenburg übrigens ein relativ großes Risiko, erwischt zu werden: Im vergangenen Jahr wurden in der Stadt an der Elbe 910 Straftaten verübt, die Aufklärungsrate lag bei rund 70 Prozent. Der Landesdurchschnitt liegt bei 56 Prozent.

Schwerpunkte Jugendkriminalität und Verkehrsüberwachung

Daniel Stephan hat sich in seiner neuen Funktion vor allem zwei Ziele gesetzt. „Die Jugendkriminalität zu senken, liegt mir besonders am Herzen“, sagt er. Präventiv will er dazu auch die bestehende Zusammenarbeit der Polizei mit den beiden Lauenburger Schulen weiter ausbauen. Was ihm auch besonders wichtig ist: die Verkehrsüberwachung im Stadtgebiet. „Ich weiß, dass die Lauenburger immer wieder bemängeln, dass das Durchfahrtsverbot für schwere Lkw auf der B 5 nicht eingehalten wird. Außerdem möchte ich die Kontrollen hinsichtlich des Fahrens unter Alkohol und Drogen verstärken“, sagt er.

Was er als junger Polizeianwärter damals in Lauenburg gelernt hat, hält er auch 25 Jahre später noch für richtig: „Die Polizei muss Präsenz im Stadtgebiet zeigen und Ansprechpartner für die Bürger sein“, ist er überzeugt.

Polizeibeamter ist Daniel Stephan schon immer mit Leib und Seele. Gleich nach dem Abitur hatte er sich für diese Laufbahn entschieden – und es seitdem keinen Tag bereut. „Es ist ein spannender Job, bei dem man morgens nie weiß, was den Tag über so passieren wird“, sagte er, als er die Leitung der Autobahnpolizei in Talkau übertragen bekam. Jetzt die neue Herausforderung: Polizeichef in der Stadt, in der alles angefangen hat.

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