Neuauflage für 2016 ist in Planung

Von Monika Retzlaff und Elke Richel

Lauenburg.
Jazz für Genießer, ein Film für Nachdenkliche und eine Kulisse zum Träumen erlebten die Gäste am Freitagabend auf dem Kirchplatz. Das Elbkino und die Stadt luden zu den Musik- und Filmnächten ein. Schon zum dritten Mal genossen die Gäste gute Musik und Filmkunst unter freiem Himmel zwischen der Maria-Magdalenen-Kirche und den Fachwerkhäusern.

Dafür hatten die Organisatoren eine kleine Bühne und daneben eine große Leinwand auf dem Kirchplatz in der Altstadt aufgebaut. Das Massoud Godemann Trio spielte Jazz vom Feinsten. Danach lief das aufwühlende Psychodrama "Whiplash".

Etwa 140 Gäste nahmen auf den weißen Campingstühlen Platz, hatten sich zuvor mit einem Glas Wein versorgt und genossen den edlen Tropfen zur Musik der Hamburger Künstler. Es war ein Abend ohne viele Worte. "Ich liebe dich": So kurz kündigte Massoud Godemann (Gitarre) einen der ersten Titel an. Dann "sprach" die Musik. Sie ließ die Zuhörer träumen, gelassen, melancholisch oder nachdenklich werden. Godemann, Gerd Bauder (Bass) und Michael Pahlich (Drums) spielten auch mit Stücken wie "Entelicheia" und "Talk to me" Jazz, der unter die Haut ging. "Antidot" schlug sogar nebenbei den Bogen zum anschließenden Film, denn in beidem geht es um Kritik an Castings. Der Film "Whiplash" erzählt von einem Psychospiel, bei dem ein Schlagzeuglehrer seine Schüler mit Furcht einflößendem Drill zu Höchstleistungen bringt.

Für Sonnabend hatte sich dann bewährt, dass sich das Organisationsteam um Andy Darm schon frühzeitig um eine Schlechtwetter-Variante gekümmert hatte. Zwar bot die Maria-Magdalenen-Kirche nicht das Sommernachtsgefühl wie am Freitagabend - der Begeisterung der Besucher tat das aber keinen Abbruch.

Der Abend begann mit einem Konzert des Nite Club-Duos aus Lüneburg. Das Markenzeichen der Band Nite Club ist die einzigartige Soulstimme der Leadsängerin Sandy Edwards. Vielleicht wurde der Halbjamaikanerin der Soul von ihrer Mutter Dornöe, Mitglied der Les Humphries Singers, in die Wiege gelegt, sodass sie bereits mit 20 Jahren als Backgroundsängerin mit Sarah Connor tourte.

Mit der gefühlvollen Komödie "Verstehen sie die Béliers?" endeten die diesjährigen Film- und Musiknächte. Eine Neuauflage im nächsten Jahr ist geplant.