Reinigungskraft

Existenzgründung mit pfiffiger Werbeidee

Foto: Anne Passow / Passow

Lauenburg. Putzen – das macht Thomas Obst schon seit er denken kann. Seit 1985 befreit der ausgebildete Gebäudereiniger Wände von Graffiti, reinigt Polstermöbel und macht Fenster sauber. Seine Geschäftsidee: wer seine Plakate aufhängt, bekommt die Fenster kostenlos geputzt.

Putzen – das macht Thomas Obst schon seit er denken kann. Seit 1985 arbeitet der ausgebildete Gebäudereiniger in diesem Job, befreit Wände von Graffiti, reinigt Polstermöbel und macht vor allem Fenster sauber. Letzteres in Lauenburg seit kurzem sogar unentgeltlich.

Vielen Bewohnern der Elbestadt werden sie aufgefallen sein: die vielen sauberen Glasscheiben von Objekten, die Heike Maurer vom Freiraum Leerstandmanagement an den Mann oder an die Frau zu bringen versucht. „Mir ist aufgefallen, dass die Scheiben dieser Objekte oft ziemlich dreckig waren“, erzählt Obst. Die Gebäudereinigungsfirma, in der Obst jahrelang gearbeitet hatte, war gerade verkauft machen, Obst hatte sich daher zum 1. Oktober dieses Jahres in seinem Job selbstständig gemacht.

Und die trüben Fensterscheiben der Elbestadt brachten ihm die Idee, für sein kleines Ein-Mann-Unternehmen zu werben. „Ich habe den Leuten vom Leerstandsmanagement vorgeschlagen, dass ich ihnen kostenlos die Fensterscheiben sauber halte, wenn ich im Gegenzug dort mein Werbeplakat aufhängen darf“, erzählt er. Heike Maurer fand die Idee toll und seitdem sind die matten und verstaubten Scheiben der vielen leer stehenden Geschäfte in Lauenburgs Oberstadt passé. „Allein aus Eigeninteresse muss ich hier regelmäßig putzen. Wer ruft schon einen Gebäudereiniger an, der in einem dreckigen Schaufenster für sich wirbt“, so Obst.

Seine Idee hat Erfolg: Die ersten Kunden sind über diese Aktion schon auf den Gebäudereiniger aufmerksam geworden, haben Aufträge erteilt. Ideen muss man eben haben.