Bundestagswahl 2013

Drei SPD-Bewerber wollen gegen Norbert Brackmann antreten

Lauenburg. Seit 2009 vertritt der Lauenburger CDU-Politiker Norbert Brackmann den Wahlkreis 10 im Deutschen Bundestag.

Ob er das auch in der kommenden Legislaturperiode machen darf, wird heute auf der CDU-Wahlkreiskonferenz entschieden. Da es aber keinen Gegenkandidaten gibt, gilt seine Nominierung als sicher. Das letzte Wort haben dann die Wähler aus dem Herzogtum Lauenburg und dem südlichen Teil der Kreises Stormarn im Herbst 2013.

Die Wiederwahl verhindern wollen drei SPD-Mitglieder, die gegen Brackmann antreten möchten und bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist am 20. September ihre Kandidatur bei den Kreisverbänden angemeldet haben. Zwei von ihnen kommen aus dem Süden des Kreises Herzogtum Lauenburg.

* Gitta Neemann-Güntner (53) aus Büchen sitzt für die SPD im Kreistag, fungiert als stellvertretende Kreispräsidentin und ist Beisitzerin im Kreisvorstand der Partei. Ihre Interessensgebiete beschreibt sie mit Bildung, Kultur, Sport und Jugendhilfe.

* Rechtsanwalt Jens Meyer (55) aus Lauenburg sammelte langjährige kommunalpolitische Erfahrung als Ortsvorsitzender der Partei und Fraktionsvorsitzender in der Stadtvertretung. Seit der vergangenen Kommunalwahl vertritt er Lauenburg auch im Kreistag.

Die dritte Kandidatin ist in der Region ein noch relativ unbeschriebenes Blatt: Nina Scheer (41) aus Berlin gilt als Expertin für erneuerbare Energien und hat einen "personellen Trumpf" in der Hinterhand. Sie ist die Tochter des langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Scheer (Gest. 2010), der von 1993 bis 2009 als Mitglied des Bundesvorstandes die SPD-Umwelt- und Energiepolitik maßgeblich mitbestimmte.

Wer von den drei Kandidaten antreten soll, entscheiden die Mitglieder am 30. November auf einer Wahlkreiskonferenz in Schwarzenbek. Vorher wird nicht nur den Genossen bei jeweils drei öffentlichen Veranstaltungen der beiden Kreisverbände Gelegenheit gegeben, die Bewerber kennenzulernen und ihnen auf den Zahn zu fühlen. Außerdem werden sie sich in verschiedenen Ortsvereinen vorstellen und ihre politischen Pläne erläutern.