Fachausschussberatung

Spielplätze und Geld für die Jugend auf dem Prüfstand

Lauenburg (per). Es gibt Spielplätze in Lauenburg, die ihren Namen nicht verdienen. Zu dieser Erkenntnis führte eine städtische Analyse Ende vergangenen Jahres.

Jetzt soll ein "Spielplatzkonzept" Klarheit darüber schaffen, welche dieser Flächen erhaltenswert sind und welche - zum Beispiel aufgrund der ungünstigen Lage - aufgelöst werden könnten. Zur Disposition stehen unter anderem Spielplätze am Moorring, in der Memellandstraße und im Sonnental. Dagegen hat die Analyse auch ergeben, dass unter anderem die Flächen Schüsselteich, Pappelallee oder Dornhorst mit mehr oder weniger großem Aufwand in attraktive Spielplätze verwandelt werden können. Selbst für den Platz im Fürstengarten, der aufgrund seiner Verwahrlosung in der Vergangenheit oft in die Kritik geraten ist, gibt es neue Überlegungen: Hier könnte nach Rücksprache mit der Denkmalpflege ein Pavillon für mehr Spielspaß sorgen.

Die Mitglieder des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Jugend und Sport müssen nun auf ihrer Sitzung am kommenden Dienstag darüber entscheiden, ob für die Erstellung und Umsetzung des Spielplatzkonzeptes Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden sollen.

Auch um Geld für die Jugend geht es in einem weiteren Tagesordnungspunkt des öffentlichen Sitzungsteils. Im Januar vergangenen Jahres beschlossen die Ausschussmitglieder unter dem Druck der Haushaltskonsolidierung, den vertraglich vereinbarten Zuschuss an den Ortsjugendring (OJR) von 6000 Euro auf 5000 Euro jährlich zu kürzen. Im März, kurz bevor der damalige Bürgermeister Harald Heuer seinen Schreibtisch räumte, veranlasste dieser nach diversen Gesprächen mit dem OJR, die Vereinbarung zunächst nicht anzutasten.

Diese Entscheidung stellt die Verwaltung nun erneut auf den Prüfstand und bietet zwei Varianten an: Entweder soll der Zuschuss entsprechend des ursprünglichen Vorschlages gekürzt oder bei 6000 Euro belassen werden. Für den Fall, dass sich die politischen Vertreter der Stadt für den ersten Vorschlag entscheiden, schlägt die Verwaltung außerdem vor, zunächst das Einvernehmen mit dem OJR zu suchen und erst nach gescheiterten Gesprächen die Kooperationsvereinbarung seitens der Stadt zu kündigen.

- Der Ausschluss für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Jugend und Sport berät diese Themen am Dienstag, 21. August, von 19 Uhr an im Magistratssaal des Schlosses.