Wohnpark am Weingarten

Wohnpark für Generationen geht in heiße Planungsphase

Lauenburg. Es war in letzter Zeit scheinbar etwas ruhig geworden um die Pläne für den Wohnpark am Weingarten. Aber der Eindruck täuschte, denn hinter den Kulissen hat der Kieler Projektentwickler Wolf Buchholz mächtig gewirbelt, um seinen Traum vom generationsübergreifenden Wohnen in Lauenburg auf den Weg zu bringen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Baufirma Schmidt sollen vier Doppelhäuser mit insgesamt bis zu 24 Eigentumswohnungen entstehen. "Der Bedarf an einem derartigen Projekt ist in Lauenburg offenbar riesig. Seit Bekanntwerden der ersten Pläne klingelt sich an manchen Tagen das Telefon heiß", freut sich Buchholz über das rege Interesse.

Eigentlich steht das mit der Projektentwicklung beauftragte Unternehmen Bauen und Wohnen GbR auch schon lange in den Startlöchern. Verzögerungen hatte es aber gegeben, weil der seit Jahren bestehende Bebauungsplan für das Areal noch einmal geändert werden und die gesetzlich vorgeschriebenen Bebauungsgrenzen den neuen Plänen angepasst werden muss. "Die Stadt hat sich sehr kooperativ gezeigt und bereits notwendige Abstimmungen mit dem Kreis in die Wege geleitet", lobt der Projektentwickler die Flexibilität der Lauenburger Verwaltung. Auch Planungsamtsleiter Reinhard Nieberg geht davon aus, dass der neu aufgestellte Bebauungsplan ohne Probleme die politischen Gremien der Stadt passieren wird. Außerdem hätte die zuständige Kreisbehörde bereits signalisiert, dass die Baugenehmigung eventuell bereits während des Planfeststellungsverfahrens erteilt werden könne.

Ganz ohne Folgen bleibt die neue Bauleitplanung für diesen Bereich allerdings nicht: "Den Bau von zwei der geplanten Gebäude werden wir wohl wie ursprünglich geplant bereits Ende des Jahres beginnen können. Die Errichtung der anderen beiden Häuser müssen wir voraussichtlich auf den Sommer nächsten Jahres verschieben", bedauert Buchholz und hofft, dass die Entscheidungsträger der Stadt und des Kreises dann endgültig grünes Licht für die Umsetzung des Projektes geben.

Die Zeit bis dahin soll allerdings nicht ungenutzt bleiben. Die mit der weiteren Umsetzung des Vorhabens beauftragte "Bauen und Wohnen GbR" aus Kiel geht jetzt an die Feinplanung der Gebäude und Wohnungen. Dabei wollen sich die Architekten ganz auf die Wünsche der zukünftigen Bewohner einstellen. Ein "harter Kern" von zur Zeit 13 interessierten Familien wartet schon ungeduldig auf Unterlagen, in denen die Planer ihre jeweiligen Vorstellungen vom altersgerechten oder generationsübergreifenden Wohnen aufs Papier gebracht haben.

Eines hat Wolf Buchholz bei all diesen Gesprächen immer wieder festgestellt: "Viele ältere Menschen möchten gern ihr inzwischen unpraktisch gewordenes Haus gegen eine barrierefrei ausgestattete Wohnung tauschen, scheuen aber den organisatorischen Aufwand." Deshalb bietet sein Unternehmen als zusätzlichen Service den am Projekt interessierten Familien oder Einzelpersonen an, sie bei Gesprächen mit Banken, Behörden oder Maklern zu unterstützen. Buchholz ist überzeugt davon, dass der gewählte Standort für den künftigen Wohnpark für Generationen optimal ist: "Senioren und auch Familien siedeln sich zwar direkt in der Innenstadt an, müssen aber auf Ruhe und ein offenes Umfeld nicht verzichten."

Wohnungen ohne Barrieren

Geplant sind pro Doppelhaus zwei barrierefreie Wohnungen im Erdgeschoss (ca. 67 Quadratmeter), zwei Wohnungen im Obergeschoss, barrierefrei nachrüstbar (67 Quadratmeter) und zwei Wohnungen im Dachgeschoss (50 Quadratmeter). Alternativ können Wohnungen nach individuellen Wünschen zusammengelegt werden. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (04 31) 26 09 00 77.