Stadtvertretung

Bürgermeister-Vertreter brauchte zwei Anläufe

Lauenburg (bd). Die Vergabe von Posten ist normalerweise ein "Selbstgänger", weil das Vorschlagsrecht der Parteien geregelt ist. Die Zustimmung aller Politiker ist üblich.

In Lauenburg ist das nicht so: Bei der konstituierenden Sitzung der Stadtvertretung im Juni 2008 musste Bürgervorsteher Andreas Lojek (CDU) in geheimer Wahl fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen akzeptieren. Noch schlimmer kam es am Mittwoch für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Bernd Dittmer, der den Posten des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters, der seiner Partei zusteht, von seinem nach Mölln verzogenen Sohn Rasmus übernehmen wollte. Dittmer, vor wenigen Tagen 60 Jahre alt geworden, fiel im ersten Wahlgang durch. Bei der von Wilhelm Bischoff (FDP) beantragten geheimen Abstimmung votierten nur zehn der 23 Stadtvertreter für ihn. Elf stimmten mit Nein, zwei enthielten sich. Dittmer brauchte einen zweiten Anlauf, um 12 Ja-Stimmen auf sich vereinigen zu können.

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