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Flüchtlinge

Der Zweite Weltkrieg bedeutete für etwa 20 Millionen Menschen in ganz Europa den Verlust ihrer Heimat: Polen, Tschechen, Slowaken, Weißrussen, Ukrainer, Litauer, Ungarn und Deutsche. Der große Treck nach Lauenburg setzte im Jahr 1943 ein, nachdem die Hansestadt Hamburg in der Operation "Gomorrha" in Schutt und Asche gelegt wurde. Eine Million Menschen flohen damals vor den Bombardements aus der Großstadt und suchten Sicherheit in kleinen Dörfern und Städten der näheren Umgebung. Hinzu kamen die Menschen, die sich aus dem Osten ab dem Jahr 1944 auf die Flucht vor der herannahenden Roten Armee begaben. Bis weit in die 50er-Jahre kamen Ausgebombte, Flüchtlinge und später - nach Kriegsende, auch die Vertriebenen nach Lauenburg. Im Sommer 1945 zählte man in der Stadt 16 000 Menschen, davon waren nur 6000 Einheimische. Noch in den 50er-Jahren bestand etwa die Hälfte der Bevölkerung von Lauenburg aus Flüchtlingen und Vertriebenen.

( (ro). )

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