Leserbrief

"Der Leserbrief ist mir ein Rätsel"

| Lesedauer: 2 Minuten
Renate Hinsch, Brunnenstr. 12, 21481 Lauenburg

Betr.: "Ausschuss votiert für Albinus", zum Leserbrief Herrn Hoffmann vom 5. 2. 2009

Der Leserbrief des Schulleiters Heinz Hoffmann ist mir ein Rätsel. Im Ausschuss am 19. Januar war er der Auffassung, ich sei nicht ermächtigt, eine Meinung zu äußern und jetzt ist er um Schadensbegrenzung bemüht, indem er verkündet: "Natürlich darf sich eine Mutter äußern"? Das erstaunt mich. Was für eine Wandlung! Hat er vielleicht erkannt, dass es nicht ganz so gut ankommt, wenn er sich öffentlich so aufführt? Was innerhalb der Schule los ist, kann man als Außenstehende nur vermuten. Ich fühle mich, obwohl Mutter eines Kindes am Hasenberg, sehr "außenstehend". Man hat die ehemaligen Schulelternbeiratsvorsitzenden der Grund- und Hauptschule, welche auch jetzt Elternvertreter und somit Mitglieder des Schulelternbeirats sind, nicht zur konstituierenden Sitzung des Schulelternbeirats für die Gemeinschaftsschule eingeladen.

Pech, dass somit die Wahlen zur Schulkonferenz an ihnen vorbeiliefen und sie nicht ihre Meinung zur Namensgebung äußern konnten. Stattdessen wurden vielleicht Vertreter aufgestellt, die gar nicht in die Schulkonferenz gehören? Trotz dieses Hintergrundwissens wundert sich der Schulleiter, dass man nicht den Eindruck einer vertrauensvollen Zusammenarbeit hat? Sein Verhalten zeigt mir deutlich, wie er mit Kritikern umzugehen gedenkt. Um ein Gespräch hat auch er bis heute nicht gebeten. Ich habe versucht, unsere Position deutlich zu machen - nicht mehr, nicht weniger.

Und dass Protest gegen die Eile der Namensgebung von unserer Seite erfolglos bleiben wird, erkennt jeder, der rechnen kann. Die Hauptschulinteressen sind immer - und egal, um was es gehen wird - in der Minderheit. Vorher waren wir eine eigenständige Schule. Jetzt werden wir bestimmt von Realschulvertretern. Nun mag man das nicht zwangsläufig als schlecht empfinden, und das wäre es auch nicht, wenn die Art und Weise, wie über unsere Köpfe hinweg über die Schule entschieden wird, eine andere, konstruktive und vertrauensvolle wäre.

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