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Lauenburger proben den Aufstand

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Lauenburg (per). Am vergangenen Sonnabend berichteten wir über Pläne der Stadtverwaltung die "Osterwold-Halle" nach der Wiedereröffnung in "Elbsalon" umzubenennen. Wir fragten: Was halten Sie von dem Vorschlag?

Hier nun die ersten Wortmeldungen:

Hilda Tiedtke findet es unpassend, die historische Halle "Elbsalon" zu nennen. Ihr Vorschlag: "Alte Turnhalle, jeder Lauenburger weiß wo das ist." Susanna Brauer ärgert sich besonders darüber, dass die Bürger in die Namensfindung nicht einbezogen werden: "Von unseren Geldern wird die Alte Turnhalle renoviert. Liegt es da nicht eigentlich auf der Hand, uns als Steuerzahler dazu zu befragen?", ist sie der Meinung. Birgit Kuhn denkt auch, dass es "nicht geschadet hätte", die Lauenburger einzubeziehen. Sie lobt den Ansatz, den Namen mit der Elbe in Verbindung zu bringen und schlägt vor, die frisch sanierte Halle "Dat Elvhuus" zu nennen. "Oder vielleicht doch ganz einfach: Schrubber", meint sie in Anspielung auf den "Kosenamen" aus früheren Zeiten. Christiane Tohde schreibt: "Wieder einmal wird die Chance vertan, die Bürger einzubeziehen. Übrigens ist ein Salon ein Empfangszimmer in großen bürgerlichen Wohnungen des 19. Jahrhunderts. Das soll passen?" Inge Rahn schlägt vor, die Osterwold-Halle künftig "Stadthalle" zu nennen. Marika Grunert meint: "Haben die nichts anderes zu tun? Elbsalon - das sagt doch schon alles, die bauen sich da einen elitären Palast und vergessen, dass die kleinen Vereine das Haus vor dem Untergang bewahrt haben." Frank Willers möchte an dem Namen für die Halle überhaupt nichts verändern: "Mit dem Namen Osterwold-Halle identifizieren wir Lauenburger uns. Ich bin wie Horst Eggert vom Geschichtsverein für eine Befragung der Bürger." Silvia Fey ist "erschüttert" über die Überlegungen zu einem neuen Namen. "Sollen so alte Erinnerungen gelöscht werden? Ich glaube, die Stadtvertreter haben anderes zu diskutieren, als über die Namensänderung der Osterwold-Halle." Sie gibt der Verwaltung und den Stadtvertretern einen Rat: "Ein Stadtrundgang wäre nicht schlecht, da würde ihnen frischer Wind um die Nase wehen und sie kämen vielleicht nicht auf solche Einfälle."

* Am 9. März entscheiden die Stadtvertreter über die Namensgebung. Die Ausschusssitzung um 19 Uhr in der Mensa der Gemeinschaftsschule ist öffentlich.

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