Jugendausschuss

Alarm bei der Feuerwehr: Nachwuchs gesucht

Lauenburg. Auf die Frauen und Männer der Lauenburger Feuerwehr können sich die Menschen in der Stadt an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr verlasen. Doch langsam machen sich Nachwuchssorgen breit. Und die fangen bereits bei der Jugendfeuerwehr an. Davor warnte jetzt Feuerwehrchef Thomas Burmester während der Mitgliederversammlung der Jugendwehr.

Um für neue Mitglieder zu werben, lassen sich die Nachwuchs-Retter allerhand einfallen - bisher mit mäßigem Erfolg

26 Mitglieder, darunter fünf Mädchen, hat die Lauenburger Jugendfeuerwehr zurzeit. Doch einige der Nachwuchs-Retter kommen auch aus den Umlandgemeinden, stehen deshalb nach dem Übertritt in den aktiven Dienst für Einsätze in Lauenburg nicht zur Verfügung. So wie Sebastian Porthun. Er war die letzten Jahre Jugendgruppenleiter und glänzte durch seine Teilnahme an sämtlichen Diensten. Jetzt wechselt er in seine Heimatgemeinde Schnakenbek, wird dort die aktive Abteilung verstärken. "Sebastian hat den absoluten Willen, und er lebt Feuerwehr vorbildlich", sagte Burmester während der Verabschiedung des engagierten Schnakenbekers.

Jugendwart Dirk Bollhorn und sein Stellvertreter Florian Grundmann bilden die Mädchen und Jungen feuerwehrtechnisch aus, treiben mit ihnen Sport und fördern die Kameradschaft. 36 Dienste standen 2008 auf dem Plan. "Ihr könnt stolz darauf sein, dass ihr der Lauenburger Jugendfeuerwehr angehört", sagte Bürgervorsteher Andreas Lojek, der gemeinsam mit Bürgermeister Harald Heuer bei der Versammlung im Katastrophenschutzzentrum an der Reeperbahn zu Gast war. Lojek räumte ein, dass das Angebot für Jugendliche in der Stadt nicht sehr vielfältig sei. "Wenn es einfach wäre, das zu ändern, würden wir es tun", sagte Lojek. Allerdings treffen Investoren die Entscheidungen, was sie in Lauenburg anbieten - und die Erwartungen sind finanziell meistens nicht interessant genug, so Lojek. Da gilt die Feuerwehr als idealer Partner für die Jugendarbeit in der Stadt.

Die Nachwuchs-Retter nutzten daher bei vielen Veranstaltungen die Chance, für sich und ihre Aktivitäten (Zeltlager, Wettkämpfe, Handballturnier) zu werben. Der Erfolg war allerdings bisher mäßig. "Wir brauchen dringend mehr Mitglieder. Sowohl in der Einsatzabteilung wie auch in der Jugendwehr", erklärt Burmester. Nur so könne in der Stadt der Brandschutz langfristig gewährleistet bleiben. Interessierte können zum Dienst der Jugendfeuerwehr (immer freitags um 17 Uhr) oder bei der Freiwilligen Feuerwehr (ab 2. Februar immer alle zwei Wochen montags um 20 Uhr) vorbei schauen.

In den Jugendausschuss wählten die Nachwuchs-Retter Tim Rogge als neuen Jugendgruppenleiter, Sarah Plümer und Alex Fischer zu Gruppenführern, Julia Bollhorn zur Schriftführerin und Bendix Bollhorn zum Kassenwart.