Schule

Eile irritiert die Eltern

Lauenburg (bm). Das Wort von Harald Heuer steht: "Mit den Schulleitern der Gemeinschaftsschule wurde im Sommer vereinbart, mit der Namensgebung der Schule zu warten, weil die verschiedenen Schulteile sich erst zusammenraufen und zusammenfinden sollen", sagte der Bürgermeister in der Dezember-Sitzung der Stadtvertretung.

Jetzt herrscht bei Hauptschul- und Förderschuleltern Verwunderung darüber, dass des Schulausschuss schon heute Abend ab 19 Uhr in der Mensa über den Namen abstimmen soll. Renate Hinsch, Mutter einer Hauptschülerin: "Ich bin irritiert, innerhalb so kurzer Zeit kann sich die Schule nicht gefunden haben und ein Schulprogramm, auf das ein Beiname gerichtet sein sollte, besteht auch noch nicht."

Nach Informationen unserer Zeitung gab es eine innerschulische Elternumfrage - mit dem Ergebnis, dass 85 Prozent für den alten Namen der Realschule "Albinus" stimmten. Allerdings: Von 702 Schülern besuchen 402 Schüler den auslaufenden Realschulteil und 165 den Haupt- und Förderschulzweig. Nur 135 Kinder sind als "echte" Gemeinschaftsschüler angemeldet worden, davon 17 mit Gymnasialempfehlung.

Die Mutter hat einen Brief an die Fraktionsvorsitzenden und den Bürgermeister geschrieben, in dem sie erläutert, warum Eltern den jetzigen Zeitpunkt für verfrüht halten: "Bisher hat noch keine andere Gemeinschaftsschule einen Beinamen. Warum prescht Lauenburg vor?" Ihrer Meinung nach sollten die Schüler den Stadtvertretern einen Namensvorschlag unterbreiten, wenn sich eine Gemeinschaft gebildet habe.

Die Stadt als Schulträger sollte lieber all ihre Kraft verwenden, um die Zusage vom Land für die Gebundene, also kostenfreie Ganztagsschule mit gymnasialer Oberstufe und Geld aus dem Konjunkturprogramm für den Weiterbau der Mensa zu erhalten.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Lauenburg