Kriminalität

Zum Schluss half nur noch Pfefferspray

Gar nicht damit einverstanden, dass die Polizei ihre Party beenden wollte, war am Wochenende eine Gruppe alkoholisierter Männer.

Sonnabend um 1 Uhr wurden die Beamten bereits zum zweiten Mal in dieser Nacht zur Wohnung eines 19-Jährigen in der Straße Am Kamp gerufen. Nachbarn hatten sich über die laute Musik beschwert.

In der Wohnung war die Musikanlage "voll aufgedreht", die Polizisten erklärten die Party der fünf Gäste im Alter zwischen 16 und 34 Jahren aus Lauenburg und Basedow für beendet. Plötzlich fing der 34-Jährige an, die Beamten zu bepöbeln und zu bedrohen. Vor dem Wohnhaus reagierte er sich an einem Streifenwagen ab und brach die Funkantenne ab. An dem zweiten Streifenwagen wurde der Außenspiegel beschädigt.

Als ein Polizist versuchte, Schlimmeres zu verhindern und den 34-Jährigen zu beruhigen wurde er von zwei 18- und 24-Jährigen weggerissen. Nur unter Einsatz von Pfefferspray konnte der 18-Jährige außer Gefecht gesetzt werden.

Den Beamten gelang es schließlich, den 34-jährigen "Rädelsführer" in den Streifenwagen zu setzen. Die Fahrt zur Wache wollten dessen Freunde verhindern: Sie versuchten immer wieder, die Tür des Streifenwagens aufzureißen und die Seitenscheibe einzuschlagen.

Auf der Wache zeigte sich der Mann immer noch uneinsichtig, unterzog sich aber freiwillig einem Atemalkoholtest. Wert: 2,01 Promille. Die Nacht verbrachte er in der Gewahrsamszelle, wurde am frühen Sonntagmorgen entlassen. Drei weiteren Streifenwagen-Besatzungen gelang es, die Situation Am Kamp zu beruhigen.

Die Lauenburger Polizei ermittelt gegen die Männer wegen des Verdachts der Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel, des Verdachts des Landfriedensbruchs und der versuchten Gefangenenbefreiung.

( (bd). )

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