Grünflächen

Stadt übernimmt Pflege der Bäume

Lauenburg (per). Seit fast zwei Wochen haben zehn junge Bäumchen im Fürstengarten ein neues Zuhause gefunden. Der Verein Pro Lauenburg hatte die seltenen hochstämmigen Felsenbirnen nach langer Suche gekauft. Aber neu gepflanzte Bäume brauchen selbst bei Regenwetter Wasser und für die Anwuchspflege fühlte sich die Stadt offensichtlich zunächst nicht zuständig.

Bauamtsleiter Reinhard Nieberg stellte aber bis zum Jahresende eine Neukonzeption der städtischen Grünflächenpflege in Aussicht, die auch den Fürstengarten einbeziehen würde (wir berichteten).

Der Vorsitzende von Pro Lauenburg, Heinz Victor, zeigt sich überrascht darüber, dass die Stadt angeblich von der Pflanzaktion nichts gewusst habe. "Es handelt sich um eine seit langem geplante Ersatzpflanzung von Bäumen, die 2004 von der Firma Fielmann gestiftet wurden, aber leider nicht alle angewachsen waren", heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. Dies sei telefonisch sowohl mit Bürgervorsteher Andreas Lojek, als auch mit Bürgermeister Harald Heuer abgesprochen gewesen. Victor kritisiert aber nicht nur die Kommunikationswege in der Verwaltung. "Der Grünflächenpflegeplan der Stadt wird uns seit Sommer 2007 zugesagt und wurde von Pro Lauenburg seitdem immer wieder angemahnt", so der Vorsitzende. Sein Fazit: "Wenn der Bauhof mit der Grünflächenpflege überfordert ist, muss die Verantwortung dafür durch die Politik in andere Hände gelegt werden."

In den Streit um die Pflege der jungen Felsenbirnen im Fürstengarten schaltete sich jetzt auch Bürgermeister Harald Heuer ein.

Es handele sich "um ein Missverständnis" und die Aussage aus dem Bauamt wäre "etwas unglücklich gewesen". Selbstverständlich würden die Bäume in der Anwuchsphase durch den städtischen Bauhof gewässert. Zumindest um die jungen Felsenbirnen muss sich also offensichtlich niemand Sorgen machen.

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