Schützengilde

Karpfen servieren ist streng verboten . . .

Seit 38 Jahren ist es in der Lauenburger Schützengilde Tradition, in der Vorweihnachtszeit die ehemaligen Könige der Gilde von 1666 zu einer Kaffeetafel zu bitten.

Dazu gehört dann auch ein Schießwettbewerb, bei dem ehemalige Majestäten ihre Treffsicherheit beweisen können. Einzig die jeweils amtierende Majestät darf nicht teilnehmen.

Geschossen wird um das Kampff'sche Tablett - ein großes Silbertablett, das 1971 der damalige Gildehauptmann Willi Kampff anlässlich der 50. Wiederkehr seines Königsschusses stiftete. Fünfzehn Teilnehmer bewarben sich diesmal um den Siegertitel. Älteste Teilnehmer mit jeweils 87 Jahren waren Ex-Major Günther Peters und Ex-Hauptmann Erich Brügmann. Drittbester Schütze und somit 2. Ritter wurde Karl-Heinz Goldberg mit 25 Ringen, zweitbester Schütze und 1. Ritter wurde mit 28 Ringen Günter Pingel. Sieger mit 29 Ringen wurde die Vorjahresmajestät Ulf Busekow. Gildemajor Ludwig Grammerstorff gab ihm auch gleich eine "Betriebsanweisung" für das Tablett mit auf den Weg: Der Wanderpokal sei nicht geeignet, zu Weihnachten einen Karpfen zu servieren.

Die Schützenschwestern beteiligten sich an einem Preisschießen auf die Glücksscheibe. Beste Schützin wurde Ingrid Godyla mit 95 Ringen vor Irmgard Goldberg (88) und Petra Grammerstorff (65).

( (wl). )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Lauenburg