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Diese Box "frisst" Weihnachtspäckchen

Elke Richel

Warteschlangen am Postschalter gehören zur Vorweihnachtszeit wie Plätzchen und Glühwein. Schließlich sollen auch die entfernt wohnenden Verwandten ihre Geschenke rechtzeitig erhalten. Aber in diesem Jahr könnte sich die Wartezeit deutlich verkürzen.

Grund dafür ist der große gelbe Kasten, der unübersehbar vor dem Postgebäude steht und der künftig 24 Stunden am Tag Pakete annimmt und auch ausgibt.

Noch ist er zwar nicht in Betrieb, aber Postkundin Andrea Urbschat will ihn schon mal testen. Wie er funktioniert, können die beiden Mitarbeiter der Post auch nicht erklären, denn sie sind noch nicht eingewiesen worden. Helfen können sie trotzdem mit einem Flyer. Die Bedienung ist eigentlich ganz einfach: Soll die Box ein Paket annehmen, einfach den Bildschirm auf dem entsprechenden Feld berühren. Beim Probelauf passiert jetzt noch nichts. Später öffnet sich dann eine Klappe, in die der Postkunde die Sendung legen kann, dann die Versandmarke mit der EC-Karte bezahlen, aufkleben, den Einlieferungsbeleg entnehmen - fertig.

Wer öfter Pakete erhält statt verschickt, dem kann auch geholfen werden. In diesem Fall muss sich der Empfänger allerdings erst auf der Webseite der Packstation anmelden. Mit der dann ausgegebenen Kundenkarte und einer Geheimzahl kann der Kunde sein Paket in Empfang nehmen. Und das Beste: Er wird sofort per Mail benachrichtigt, wenn die Sendung eingetroffen ist. Für Andrea Urbschat ist die Packstation eine tolle Sache. Eine Sache macht sie allerdings skeptisch: "Die Station ist sicher ziemlich teuer und trotzdem zahle ich hier einen Euro weniger, als wenn ich das Paket am Schalter abgebe." Sie befürchtet, dass durch die Packstation Postmitarbeiter ihren Job verlieren und die eingesparten Kosten den neuen Service finanzieren. "Man kennt das ja leider", sagt sie.

www.packstation.de

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