Karneval

Bürgermeister gibt kampflos auf - Narren übernehmen die Macht

Nicht um 11.11 Uhr, sondern mit Verspätung "stürmten" gestern die Narren des Schnakenbeker Karnevalvereins das Schloss, um Bürgermeister Harald Heuer die Amtsgeschäfte zu entreißen.

Aber der Bürgermeister nutzte die gewonnene halbe Stunde nicht, um sich zur Verteidigung zu rüsten, sondern erwartete die Narren schon in seinem Amtszimmer. "Hier ist sowieso nichts zu holen", erklärte er und verwies auf das leere Stadtsäckel. Die Narren hatten sich so etwas schon gedacht und waren daher "unbewaffnet" erschienen. Stattdessen bemitleideten sie das Stadtoberhaupt wegen seiner vielen aufsässigen Untertanen und rühmten sich doch, die besseren Regierenden zu sein. Ganz nach Narrenart füllten sie die Stadtkasse mit ihrer eigenen Logik: "Zwei Jahre lang rote Zahlen, das ist wie Minus mal Minus und ergibt damit Plus." So hatte der Bürgermeister das noch gar nicht gesehen. Für die Einsicht gab es einen Orden.

( (per). )

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