Sanierung

"Operation am offenen Herzen"

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Elke Richel

Ungewöhnlich groß war das öffentliche Interesse an der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und des Ausschusses für Bürgerangelegenheiten, Soziales, Jugend und Sport. Grund dafür war der angekündigte Situationsbericht über die Entwicklung der Gemeinschaftsschule

. Die Stadtvertreter hatten den Architekten Rudolf Rüschoff eingeladen, der über den Stand der Planungsarbeiten zur Sanierung informierte. Das Hamburger Planungsbüro hatte sich zunächst nur mit dem Neubau der Mensa beschäftigt und sah sich dann vor die Herausforderung gestellt, die komplette Sanierung zu planen.

Warum das notwendig wurde, begründete der Rektor der Gemeinschaftsschule, Heinz Hoffmann: "Wenn künftig Schüler unserer Schule bei uns ihr Abitur ablegen sollen, muss die Schule attraktiver und modernen Lernmethoden angepasst werden, um gegenüber Geesthacht und Büchen konkurrenzfähig zu sein.

Architekt Rudolf Rüschoff erläuterte die Besonderheiten der geplanten Sanierung. Da das Gebäude aus mehreren Teilen besteht, die in verschieden Jahrzehnten errichtet wurden, sei der Sanierungsaufwand überall unterschiedlich. Deshalb wolle man in drei Etappen vorgehen und die komplette Sanierung möglichst bis zum Jahr 2014 abschließen. Kompliziert würde die Situation auch deshalb sein, weil der Schulbetrieb weiter gehen müsse. "Das ist wie eine Operation am offenen Herzen", beschrieb der Planer die Herausforderung.

Für die Präsentation der Gestaltungsideen erhielt er parteiübergreifendes Lob. Wissen wollten die Stadtvertreter aber auch, was diese aufwendigen Arbeiten kosten würden. "Wir werden sicher unter sieben Millionen Euro bleiben", antwortete Bauamtsleiter Reinhard Nieberg. Sowie es bisher aussehe, würde die Stadt diese Kosten allein tragen müssen", so Bürgermeister Harald Heuer. Allerdings gebe es im Moment Bestrebungen, auch das Land zur Kasse zu bitten. Gegenwärtig würde diese Frage rechtlich geprüft.

Die Mütter Lauenburger Grundschüler waren zur Sitzung vor allem gekommen, um das Versprechen des Bürgermeisters einzufordern, dass ihre Kinder trotz Sanierung weiter am Hasenberg lernen können. Tage zuvor hatte ein Schreiben aus der Verwaltung für Unruhe gesorgt, in dem das Gegenteil verkündet wurde, das aber später vom Bürgermeister wieder zurückgezogen wurde (wir berichteten). Heuer begab sich erneut ins Wort: "Wir stehen zum Stadtvertreterbeschluss, ihre Kinder bleiben am Hasenberg.

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