Rettungsübung

Suche nach verschütteten Arbeitern

Das richtige Übungsobjekt zu finden, um die Suche nach verschütteten und vermissten Menschen etwa nach einem Explosionsunglück nachzustellen, ist nicht ganz einfach.

Feuerwehrleute, Mitglieder des Rettungsdienstes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus Lauenburg sowie der Rettungshundestaffel der DLRG Stormarn probten jetzt im ehemaligen Lauenburger Krankenhaus an der Bergstraße unter ziemlich realistischen Bedingungen. "Wir haben hier die angenommene Situation, dass während Abbruch- und Entkernungsarbeiten in Folge einer Verpuffung im Bereich der Heizungsanlage zehn Mitarbeiter einer Baufirma vermisst sind", sagte Andreas Böttcher von der Hundestaffel zu Übungsbeginn. Gemeinsam mit der Feuerwehr und den Rettern der DLRG wurde daraufhin ein Einsatz abgespult, wie er im Ernstfall nötig wäre.

Weil Altmetalldiebe und Vandalen das alte Krankenhaus stark verwüstet haben, fanden die Rettungskräfte in dem Gebäude realistische Bedingungen vor.

Mit der Drehleiter der Feuerwehr ging es für die Suchhunde und ihre Betreuer in den ersten Stock. Von dort mussten sie die einzelnen Stockwerke nach Vermissten und Verschütteten absuchen.

"Wir haben sogar Leichenduftstoff eingesetzt, weil wir gerade vier Hunde in der Ausbildung haben, die auch Leichen aufspüren sollen", erklärte Böttcher.

Die anderen Vierbeiner sind darauf trainiert, bei regungslos liegenden oder sitzenden Personen mit lautem Bellen anzuschlagen. Neun Suchhunde kamen während der Übung zum Einsatz.

Parallel dazu versorgten Retter der DLRG die Verletzten, löschten Feuerwehrleute einen imaginären Brand.

( (tja). )

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