Leserbriefe

"Bergstation einige Meter verlegen"

Betr.: "Die Stadt mit fremden Augen sehen", Lauenburg-Seite 29. 10. 2008

In diesem Artikel hat die "LL" "Die Stadt mit fremden Augen gesehen" und den Aufstieg über 111 Stufen der Fährtreppe mit dem "Blick von der Aussichtsterrasse entschädigt". Zukünftig soll die herrliche Aussicht der Schlossterrasse komfortabel mit einem Panorama-Schrägaufzug erreichbar werden. Zunächst ist der Schrägaufzug aber noch immer kommunalpolitischer Streitpunkt. Ihre Berichterstattung konzentriert sich darauf, wer gegen oder für den Schrägaufzug ist, aber nicht darüber, was vom Schrägaufzug im Stadtbild und an der Aussichtsterrasse zu erwarten ist. Die Stadt Lauenburg sagt, auf dem Schlossberg sei noch nichts geplant, weil er außerhalb des Bebauungsplanes Nr. 84 liegt.

Allerdings wirkt sich der Bebauungsplan Nr. 84 nachhaltig für die Aussichtsterrasse aus. Man bedenke, vor der Aussichtsterrasse steht im Hang mit einer Brücke erreichbar, die Bergstation in einem Metallkubus, der vermutlich zehn Meter lang, zehn Meter breit und fünf Meter die Aussicht versperrt. Auf der Terrasse wird eine Wartezone erforderlich. Dieser Stationsvorplatz muss für den erwarteten Verkehr zur Oberstadt mit einem befestigten Verbindungsweg ohne Treppenstufen in ausreichender Breite für Gegenverkehr mit Kinderwagen erschlossen werden. Die einmalige Aussichtsattraktion der Schlossterrasse wird kannibalisiert durch den Schrägaufzug, der sie erschließen soll. Ein paradoxes Ergebnis.

Derartige Beeinträchtigungen der Schlossterrasse sind vermeidbar, wenn die Bergstation des Schrägaufzuges um einige Meter nach Osten und etwas höher seitlich neben das Schlossgebäude an den Hang zum Fährberg neben der Weihnachtstanne gestellt wird.

Eckhard Thode

Fürstengarten 27

21481 Lauenburg

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