SPD hat genug von den "Pfeifen da oben"

Einen Tag nach dem hessischen "Ypsilanti-Debakel" bewies Lauenburgs SPD bei ihrer Ortsvereins-Sitzung Einigkeit.

Die einhellige Meinung bei der Vorstellung beider Bewerberinnen, Renate Thiedemann aus Lauenburg und Gesa Tralau aus Hamberge, war, in Berlin müssten endlich wieder "Menschen von der Basis" präsent sein. "Von den Pfeifen gibt`s da oben genug", gab ihnen Christoph Burmester mit auf den Weg zur Kandidatenkür der Bundestagswahl 2009.

Die Lauenburger Genossen diskutierten auf ihrer Mitgliederversammlung ausführlich Fragen zum Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan, zur Agenda 2010, zum Tempolimit auf den Autobahnen und Offenlegung der eigenen Finanzen. Uwe Frensels Reaktion auf Gesa Tralaus Aufzählung ihrer Arbeits- und Diskussionskreise und diversen Foren fiel barsch aus: "Der globalisierte Bundestag berührt die Menschen nicht mehr. Wir brauchen eine sich sozial bekennende Politik. Wenn Politiker nur diskutieren und nicht handeln, ist der Tag der Revolution da."

Olaf Schulze als Mitglied des Landtages und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion hielt ein ausführliches Referat über die Energiepolitik der kommenden Jahre. Er forderte den massiven Ausbau erneuerbarer Energie. Klimaschutz sei machbar und zunehmend auch eine soziale Frage. Auf die Wohnnebenkosten, die durch die steigenden Energiepreise immer mehr zur zweiten Miete werden würden, müsste politisch Einfluss genommen werden, um Not vom Bürger abzuwenden. "Wir brauchen eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Hierin liegt die Chance der jeweiligen Stadtwerke vor Ort. Ein Mix aus erneuerbaren Energien, Kraftwärmekopplung und Energiesparen ist der Weg der Zukunft."

Sowohl Jochen Wallmann, CDU-Fraktionsmitglied in der Stadtvertretung und Aufsichtsratsvorsitzender der Versorgungsbetriebe Elbe, und Vertreter der Grünen hörten seinen Ausführungen aufmerksam zu.

( (bm). )

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